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Mittelalterlicher Welthandel: die Hanse

Luxusgüter und andere Handelswaren aus aller Welt, profitable Exporte der heimischen Waren und internationale Beziehungen in alle Himmelsrichtungen - die Zeit des Hansehandels prägte die acht Mitgliedsstädte des Handelsbunds im Teutoburger Wald. Gehen Sie auf Spurensuche in Bielefeld, Brakel, Herford, Lemgo, Minden, Paderborn, Nieheim, Warburg und Wiedenbrück. Und entdecken Sie vor allem architektonische Pracht aus dem Mittelalter.

Faszination „Hanse“

Herford war im Jahr 2013 stolzer Ausrichter des 33. Hansetages der Neuzeit - mit großem Besucherandrang und reger internationaler Beteiligung. Bereits 1916 erbat Lemgo das Recht, den Namenszusatz "Alte Hansestadt" führen zu dürfen. Die Faszination des mittelalterlichen Handelsbundes ist bis heute ungebrochen. Vielleicht weil die Idee des friedlichen internationalen Handelsnetzwerks, zu dem bis ins 16. Jahrhundert mehr als 200 Städte gehörten, auch heute noch modern und aktuell ist. Vielleicht auch deshalb, weil Hansestädte dieses besondere Flair haben: Bürgersinn und Bürgerstolz, die sich in beeindruckenden Bauwerken ausdrücken.

Handelswege und Exportschlager

Bielefeld wird bis heute "Leineweberstadt" genannt. Auch andere Städte der Region wie zum Beispiel Herford verarbeiteten bereits im frühen Mittelalter Flachs zu hochwertigen Tuchen. Gehandelt wurde zudem mit allem, was Felder und Wälder hervorbrachten. So kamen selbst vergleichsweise kleine Hanse-Städte wie Warburg zu einigem Wohlstand, der sich in der Baukunst der weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Stadt zeigt.

Auch in Minden entdecken Sie während eines Stadtbummels zahlreiche Bürgerhäuser aus dem 15. Jahrhundert, die von reichen Kaufleuten errichtet wurden.

Lemgo und der Hansaweg

In der Lemgoer Altstadt hat sich am stärksten und eindrucksvollsten das Stadtbild aus Hansezeiten bewahrt. Das Rathaus hat einen gotischen Kern und wurde während der Weserrenaissance erweitert. Neben zahlreichen Fachwerkhäusern prägen auch spätgotische Bürgerhäuser das Straßenbild. Zum Ausdruck brachten die Bürger hier nicht nur ihren Wohlstand sondern auch ein gewisses Machtbewusstsein. Denn neben Paderborn war Lemgo die einzige voll stimmberechtigte Mitgliedsstadt der Region und wurde ausnahmslos zu jedem Hansetag eingeladen. Bis zum Ende des Handelsbundes 1668 blieben die Lemgoer der Hanse treu.

Wer der Geschichte der Hanse mit historischem Verkehrsmittel nachspüren will: Der Hansaweg, ein Qualitätsweg "Wanderbares Deutschland", verbindet Lemgo mit den Hansestädten Herford und Hameln.

Das Ende der Hanse

Die Hanse hat keinen Gründungstag, sondern entstand nach und nach um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Und sie hat kein wirkliches Ende gefunden. Der Einladung zum Hansetag 1669 folgten nur noch neun Städte, danach gab es keine neuerliche Einladung mehr. Sobald die Mitgliedschaft keine Vorteile mehr brachte, stiegen die Städte nach und nach aus. Brakel zum Beispiel im Jahr 1567. Aber sogar in diesem vergleichsweise unbedeutenden Handelsplatz zeigt sich bis heute der mittelalterliche Wohlstand - etwa an der gotischen Stadtwaage.

Das Beispiel Brakel zeigt aber auch: Gute Handelsbeziehungen gab es auch vor und nach der Hanse - zum Beispiel entlang des Hellwegs.

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