Auf Ihrer Wanderung auf der
nördlichsten Etappe der Hermannshöhen im Teutoburger Wald wandern Sie
durch die Wälder, Wiesen und Felder der Münsterländer Parklandschaft.
Anhand des bewaldeten Binnendünengebietes bei Elte lassen sich die
nährstoffarmen Sande der Ems beim Wandern erkennen. Auf diesem
Abschnitt der Wanderung im Teutoburger Wald dominieren Wälder mit
Kiefern und knorrigen Eichen, die sich von den offenen Heideflächen,
vom Wacholder und von blühenden Magerwiesen absetzen.
Der Gebirgszug
des Teutoburger Waldes erhebt sich auf Ihrer Wanderung als schmaler
Gebirgsrücken, welcher in Richtung Südosten immer breiter wird. Wandern
Sie über schmale Kammwege durch lichte Wälder mit vielen
Aussichtspunkten und steil aufragenden Felsen am Wegesrand, die Ihnen
beim Wandern auffallen werden.
Auf der Wanderetappe zwischen
Leeden und Borgholzhausen treffen Sie auf die Kalkbuchenwälder des
Teutoburger Waldes, bestückt mit einem dichten Teppich an
Frühjahrsblühern. Diese wechseln mit lichten und kargen Wäldern auf
Sandstein. Hier wandern Sie durch landschaftlich schöne Abschnitte mit
Waldmeisterbuchenwäldern und großen Orchideenbeständen sowie anderen
seltenen Blütenpflanzen. Für Wanderer, die vor allem geologisch
interessiert sind, locken Kalksümpfe und Kalktuffquellen.
Den
Kleinen und Große Freeden sollten Sie besonders im Frühjahr auf Ihrer
Wanderung im Teutoburger Wald besuchen. Frühjahrsblüher, wie der
Lerchensporn, verwandeln dann das Naturgebiet in eine phantasievolle
Farbenpracht, wie sie nur in wenigen Wochen des Jahres beim Wandern
anzutreffen ist.
Zwischen Borgholzhausen und Bielefeld wandern Sie
vorbei an alten Befestigungsanlagen und Naturdenkmälern im Teutoburger
Wald. Alte Steinbrüche und Sickerquellen gestalten die ohnehin schon
schöne landschaftliche Umgebung abwechslungsreich für Wanderer. Sie
können das Wandern auf diesem Wegabschnitt mit einem Besuch der Burg Ravensberg verbinden,
die um 1100 erbaut wurde, jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts verfiel.
Auf
dem Hermannsweg Richtung Bielefeld ist beim Wandern gut sichtbar, dass
der Hermannsweg im Teutoburger Wald aus mehreren Höhenzügen besteht -
das können Sie als Wanderer beim Wechsel vom Sandstein- auf den
Kalksteinkamm erkennen.
Lohnenswerte Ausblicke erhalten Sie auch von der Sparrenburg in Bielefeld aus. Von
Bielefeld bis nach Oerlinghausen wandern Sie über leichte bis
mittlere Steigungen. Der Aussichtsturm Eiserner Anton bietet
die nächste Gelegenheit für schöne Ausblicke beim Wandern.
Auf der weiteren
Strecke kommen besonders Wasserfans auf ihre Kosten. Zwischen
Oerlinghausen und Leoplodstal begegnen Ihnen die Rethlager Quellen beim
Wandern. Mit ihrer starken Schüttung bei Hörste sind diese in ihrer 20
m tiefen Quellschlucht ausgesprochen beeindruckend.
Bei Detmold
folgt der Aufstieg zum geschichtsträchtigen Hermannsdenkmal – dem
Wahrzeichen der Hermannshöhen und dem besonderen Highlight für Wanderer
in der Urlaubsregion Teutoburger Wald. Das insgesamt 54 m hohe Denkmal
erinnert an Hermann den Cherusker, der 9 nach Chr. die Varusschlacht
gegen die Römer gewann.
Wanderer erreichen dann die erhabenen
Externsteine bei Horn-Bad Meinberg, ein bedeutendes Natur- und
Kulturdenkmal, das Sie beim Wandern in der Urlaubsregion Teutoburger
Wald entdecken können. Um die fünf senkrecht aufragenden Steine ranken
sich Mythen und Sagen. Schwindelfreie Wanderer können die Felsen
besteigen und werden mit einem fantastischen Panorama belohnt.

An den Externsteinen beginnt auch der Eggeweg, der bis zum Lippischen Velmerstot mit dem Hermannsweg überwiegend parallel verläuft.
Auf
dem Weg zum Lippischen Velmerstot passieren Sie beim Wandern das
romantische Silberbachtal - für Naturliebhaber eine ganz besondere
Umgebung.
Die höchste Erhebung der Hermannshöhen stellt der
Preußische Velmerstot (468 m) dar. Beim Wandern erleben Sie diesen als
einen der markantesten Erhebungen der Urlaubsregion Teutoburger Wald -
hier verlief einst die lippisch-preußische Grenze.
Der Eggeweg, der für seine ausgesprochene Naturnähe bekannt ist, verläuft über Naturpfade
mit stillen Wäldern fernab der Zivilisation. Durch lichte
Kiefernmischwälder und tiefe Buchenwälder führt er Sie beim Wandern immer wieder
direkt an die Steilkante des Egge-Osthanges heran - ein Paradies für
Wanderer, die sich Erholung vom Alltagsstress und spannungsreiche
Aussichten zugleich erhoffen.
Auf dem letzten Abschnitt des Eggeweges, der Sie bis nach Marsberg führt, verlassen Sie den
Gebirgskamm und wandern das letzte Stück der Hermannshöhen durch die
hügelig-bergige Landschaft um Marsberg mit weiten Ausblicken über das
Sauerland. Wandern Sie in das Schwarzbachtal hinab, das mit seinen
naturnahen Laubwälder und zahlreichen Bächen eines der bedeutendsten
Biotope des Schwarzstorches in Nordrhein-Westfalen darstellt.