© Bad Wuennenberg Touristik GmbH
18.05.2022

Auf dem Energie-Weg in Bad Wünnenberg

Kneipp-Wanderwege

In Bad Wünnenberg fallen mir beim Spazierengehen immer wieder die neuen Wanderschilder auf. Da hat sich einiges getan bei den Wanderwegen. Also besorge ich mir Informationsmaterial bei der Tourist-Information.

Darin stoße ich auf neue Kneipp-Wege: Balance, Gelassenheit, Energie, Motivation. Klingt, als wäre das ein idealer Ausgleich für meinen vollgestopften Terminkalender. Ich finde heraus, dass diese neu markierten Wanderstrecken auf verschiedene Elemente der Kneippschen Lehre eingehen, um den Körper in Einklang mit Geist und Seele zu bringen. Nun werde ich neugierig.

Unterwegs auf dem Energie-Weg

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Für einen schönen Tag im Mai habe ich mir den Kneipp-Weg „Energie“ ausgesucht. Dabei handelt es sich um einen Rundwanderweg von 15 km entlang an verschiedenen Sehenswürdigkeiten des Kneipp-Heilbades, durch den Wald im Naturschutzgebiet Waldbachtal und auch mal am Aabach entlang. Die Route verbindet die fünf Säulen der Kneipp-Theorie mit der wunderschönen Landschaft. Auch etwas geschichtliche Eindrücke verspricht der Kneipp-Weg.

Als Startpunkt ist der Spanckenhof angegeben. Dort befindet sich schon mal ein besonderes historisches Gebäude, ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert. Die Sonnenuhr auf dem Innenhof zeigt mir nicht den Weg. Das erledigen die gut erkennbaren Markierungen, die mir schon vorher aufgefallen waren.

Dem Kneipp-Weg folge ich durch die Unterstadt Bad Wünnenbergs. Das rechtwinkelige Muster der Straßen ist schon auffallend. Daher überquere ich mehrere und schnaufe den Berg hinauf in die Oberstadt, dem historischen Zentrum von Bad Wünnenberg. Am alten Speicher, der katholischen Kirche und am Wehrturm nehme ich mir etwas Zeit, um die erklärenden Texte zu lesen. In dem alten Mauerwerk zu heiraten stelle ich mir romantisch vor! Meine Gedanken schweifen ab. Aber das ist auf einem Kneipp-Weg erlaubt und sogar erwünscht. Schließlich gehört auch das Stichwort „Balance“ zu den Kneipp-Elementen. Ich interpretiere das frei und verstehe darunter, dass ich das Gleichgewicht in meinem Leben halten sollte. Daher will ich dem Kneipp Weg Energie weiter folgen und mich überraschen lassen, welche Erkenntnisse ich noch gewinne.

Die Gedanken schweifen lassen in der Natur

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So richtig ins „meditative Wandern“ komme ich, als ich den Feldweg und dann den Waldrand entlanggehe. Die Natur erwacht, das frische Grün ist herrlich anzusehen. Eine Wohltat für die Augen ist dann der Weg durch den Wald im Naturschutzgebiet Waldbachtal. Die Sechs-Brüder-Buchen sind ein sehr fotogenes Highlight.

Naturbelassene Wege leiten mich, die Vögel zwitschern, es raschelt hier und da im Buchenlaub. Mal sehe ich alte und junge Buchen, dann einen gurgelnden Bachlauf. Dann achte ich auf die Kräuter am Wegesrand. Ich bin ungestört, da kaum Menschen unterwegs sind. Das bedeutet Genuss pur für mich! Da atme ich gleich viiiiel tiefer und bewusster die reine Luft ein. Jaaa, der Name „Energie“ passt zum Kneipp-Weg! Ich nehme sie mit allen Sinnen auf.

In einigen Bögen gelange ich durch verschiedene Waldbereiche schließlich auf den Weg, der von Bad Wünnenberg zur Aabachtalsperre führt. Aber heute geht es nicht zu dem beliebten Trinkwasserreservoir. Rechts erstreckt sich immer noch Wald. Aber zur linken schweift mein Blick über saftige Wiesen, in denen eine Herde Heckrinder friedlich grast. Die bleiben das ganze Jahr über draußen und haben garantiert bessere Abwehrkräfte als ich. Hm, wenn ich öfters mal rausgehe, dürfte ich meine Immunabwehr auch stärken. So schön, wie die Wanderung bis jetzt war, habe ich direkt Lust auf mehr bekommen.

Die letzten Teile der Route erstrecken sich durch das Naturerlebnis Aatal an der Kneipp-Oase, am Wildgehege und am Paddelteich vorbei. Nehme ich jetzt das Wassertretbecken oder das Armbecken? Oder ich gönne mir eine der bequemen Holz-Ruheliegen im Kurpark-Bereich. Die kann ich in die Sonne drehen. Ich schließe die Augen … Herrlich!

Das Ende ist der Anfang

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Frisch und energiegeladen mache ich mich auf den Rückweg zum Ausgangspunkt. Dabei komme ich am Kinderspielplatz „In den Erlen“ vorbei. Dort entdecke ich neue Infotafeln, Armbecken und eine liebevoll bepflanzte Kräuterspirale. Meine Hände können nicht anders und streicheln die duftenden Pflanzen. Ach, ich kriege schon wieder Lust aufs Kochen! Dann aber schnell die letzten Meter bis zum Spanckenhof zurückgelegt und ab nach Haus: Ich hab‘ wieder frische Energie! :)

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