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14.06.2021

Historische Produktion in der Ziegelei Lage

Ziegelherstellung per Hand im LWL-Industriemuseum

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Lage (lwl). Am Sonntag (20.6.) führt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das alte Handwerk der Ziegler vor: Das LWL-Ziegeleimuseum in Lage zeigt, wie Ziegel früher in Handarbeit hergestellt wurden.

Es ist eine aufwendige Prozedur, die trotz ihrer grob anmutenden Art viel Fingerspitzengefühl erfordert. Zunächst transportieren die Ziegler den Lehm in die Maukegrube. Dort muss er die richtige Konsistenz bekommen, indem Wasser und Sand zugegeben wurden. Lehmmacher mischten die Masse mit den Füssen – eine ermüdende Knochenarbeit, die die Haut spröde und rissig werden ließ. Der Einsatz des Pferdegöpels war eine große Erleichterung. Nun zog ein Pferd eine Karre durch den Lehm, bis das Material geschmeidig genug war, um in Holz- oder Metallformen geschlagen zu werden. Die so entstandenen Rohlinge trockneten mehrere Wochen an der Luft, bevor sie im Feldbrandofen zum fertigen Ziegel gebrannt werden konnten. Während des bis zu sechs Wochen dauernden Brandes musste der Ziegler den Ofen rund um die Uhr überwachen.

Museumsbesucher können diese Art der Ziegelproduktion am Tag der Vorführung von 11 bis 17 Uhr im LWL-Ziegeleimuseum selbst ausprobieren und hautnah miterleben, wie mühevoll und schweißtreibend der Weg vom Ton zum Ziegel war, bevor Maschinen die körperlich anstrengendsten Arbeiten übernahmen. Der selbst gestaltete Ziegelstein kann nach rund 8 Wochen fertig gebrannt abgeholt werden. Die Vorführung findet unter Beachtung der aktuellen Vorgaben zum Coronaschutz und der erforderlichen Hygienemaßnahmen statt. Im Gegensatz zu den Innenräumen des Museums muss auf dem Außengelände kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Eine Anmeldung sowie ein Corona-Test sind nicht erforderlich. „Alle sind herzlich willkommen“, erklärt LWL-Museumsleiter Willi Kulke und hofft auf gutes Wetter. Das Museumscafé hält Stärkungen bereit.

Der LWL im Überblick:

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

 

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