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Ehemaliges städtisches Brauhaus und Keller Braugasse 2

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Ehemaliges städtisches Brauhaus und Keller Barugasse 2 Das ehemalige städtische Brauhaus, Krumme Str. 20, und der Kell...

Ehemaliges städtisches Brauhaus und Keller Barugasse 2

Das ehemalige städtische Brauhaus, Krumme Str. 20, und der Keller Braugasse 2 gehörten zu dem städtischen Brauhof, der – damals noch umfangreicher - zwischen Krummer Straße und Bruchmauerstraße lag. Dieser wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter Einbeziehung bestehender Bauten angelegt und war für die Entwicklung des gemeinschaftlichen Brauereiwesens in Detmold von besonderer Bedeutung. Mit dem Aufblühen der großen Privatbrauereien im späteren 19. Jahrhundert wurde der alte Brauhof des Braueramtes überflüssig; er wurde vor 1885 aufgeteilt, verkauft und teilweise abgebrochen. Über das Gelände führt seither die damals neu angelegte Braugasse.

Das Fachwerkgiebelhaus Krumme Str. 20, in dem seit dem Umbau 1973/74 die Volkshochschule Detmold ihren Sitz hat, wurde um 1570 als städtisches Brauhaus errichtet. An- und Umbauten änderten im Lauf der Jahrhunderte das Erscheinungsbild des ursprünglichen Gebäudes. Die jetzige Haustür mit Freitreppe stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Am ursprünglichen rechten Torständer befindet sich eine Hausmarke und die Initialen B.W., vermutlich Wulf. Die drei Giebelgeschosse sind auf Balkenköpfen vorgekragt. Die Brüstungen weisen Fächermuster auf, die entsprechend der Ständerachsen angeordnet und auf Ständer und Fußbügen geschnitzt sind. Die Traufenwände sind aus Bruchstein gemauert. Im Inneren befinden sich ein Brunnenschacht und ein Gewölbekeller. Zur Bruchmauerstraße hin gelegen, steht im Anschluss an das Vorderhaus  eine 1718 erbaute Scheune mit Fachwerkgiebel und einem Torbogen mit Inschrift

1836 erbaute Baumeister Ferdinand Brune am Büchenberg hinter dem Palaisgarten für das Braueramt den Bergkeller mit seinem stattlichen Portal und der Inschrift CEREVISIAE, doch bestand offenbar auch auf dem innerstädtischen Brauhof Bedarf an großen Kellerräumen, die 1837 mit dem Neubau des Hauses Braugasse 2 unter Einbeziehung des älteren Kellers aus dem 16. Jh. errichtet wurden. Dieser korbbogig mit einer „Längstonne“ überwölbte Keller aus Bruchstein von 8,20 m äußerer Länge und 6,80 m äußerer Breite liegt mit seinen teilweise meterdicken Mauern unter der Südwestecke des Hauses. In der Ostwand befindet sich ein Durchgang zu den anschließenden Kellerräumen. In der Mitte der Nordwand ist eine niedrige Öffnung mit Werksteinrahmen - vielleicht früher ein Durchgang -, daneben eine hochliegende Stichkappe mit zugesetztem Fenster. Die Anlage der jetzt vermauerten Fenster in beiden Langseiten lässt auf einen ursprünglichen nach diesen Seiten freistehenden Bau schließen, dessen Entstehung im 16. Jahrhundert als sehr wahrscheinlich gelten kann.

Sowohl der ältere Keller unter der Südwestecke des Hauses als auch die aufschließenden Keller des Hauses erweisen sich damit als die zwar äußerlich unscheinbaren, bei näherer Untersuchung jedoch bedeutsamen letzten Zeugnisse für die Existenz des alten Brauhofes an dieser Stelle, an den oberirdisch nur der Name Braugasse erinnert. Im unmittelbaren Nebeneinander dokumentieren sie zudem die Fortschritte und technischen Wandlungen in der Konstruktion von Kellergewölben vom 16. Jahrhundert bis 1837, wobei die Konstruktion der jüngeren Keller ähnliche Vorläufer im 18. Jh. hatte.

Auf der Karte

Krumme Str./ Braugasse 20/2

32756 Detmold

Deutschland


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