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Gänsebrunnen

  • Schieder-Schwalenberg

Nach einem Entwurf des Bildhauers Jakob Wedel wurde im Jahr 1996 mit der Restaurierung des Gänsebrunnens in der Alten Torstraße begonnen. Durch zahlreiche Spenden, durch die nur die Restaurierung ermöglicht werden konnte, wurde im Jahr 2002 die Einweihung gefeiert.

Zum Gänsebrunnen gibt es eine interessante Geschichte, die von Hermann Niederbracht sen. (1876 - 1966) erzählt und von Wilhelm Niederkrüger aufgeschrieben wurde.

 

Als zu Beginn dieses Jahrhunderts die Wasserleitungen in der Altstadt Schwalenbergs modernisiert werden sollten, wurde auch eine eiserne Leitung vor das "Alte Thor", an die Stelle des heutigen "Gänsebrunnens" verlegt. Die vorhandenen alten Leitungen hatten aus hölzernen Leitungen bestanden, die das Stadtwasser vom "Plump" zur unteren Straße und zum Alten Thor neben dem Rathaus geleitet hatten.

Damals entschlossen sich vier wackere Schwalenberger Bürger für die neue Wasserleitung einen schönen Brunnen zu bauern.

Die nötigen Steine fanden sich bald bei den Grabsteinen und Grabeinfassungen abgeräumter Gräber, und so gingen Karl Bicker, Hermann Niederbracht, Karl Beckmann und Friedrich Hoffmann frisch ans Werk und schon bald nahm der Brunnen Gestalt an.

Als die Vier ihr Werk gehörig bewunderten, kam auch Nachbar Gustav Bachrach des Weges und bewunderte dieses. Ganz zufrieden war er aber nicht, - und er meinte, auf dem mittleren Stein fehle noch eine schöne Figur. Man beratschlagte nun und Gustav Bachrach meinte, in seinem Keller, neben der Kellertür läge irgend ein Engelskopf, der da wohl hinpassen würde - aber den wolle er noch behalten und ging seines Weges.

Zunächst ratlos hatte Hermann Niederbracht den richtigen Gedanken.

"Karl", meinte er zu diesem, du gehst jetzt mal zu Frau Bachrach und sagst ihr einen schönen Gruß von ihrem Mann, und du sollst den Stein aus dem Keller neben der Kellertür holen!"

Gesagt, getan, und schon bald stand mitten auf dem Brunnen, wie ein Tüpfelchen auf dem I, ein schöner Engelskopf.

Jetzt waren die Vier mit ihrem Werk richtig zufrieden und die herbeigeeilten Nachbarn waren voll der Freude über den schönen Brunnen.

Auch Gustav Bachrach kam wieder des Weges und meinte, genauso habe er sich das gedacht und wo sie wohl so schnell eine so schöne Figur hergekriegt hätten?

Ein böser Verdacht kam ihm auf: "Ist das etwa der Stein aus meinem Keller?" Aber nun war es ja zu spät und er meinte, wo sein Engelskopf so schön auf den Brunnen passe, solle er auch da bleiben.

Der Brunnen erhielt dann den Namen "Gänsebrunnen", als ein Maler ein Bild mit einer Gans malte, die in dem Steinbottich schwamm. Die Unterschrift zu diesem Bild lautete:

"Das Gänslein sich freut und lacht, was Menschenwerk dargebracht."

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