© Stadt Borgholzhausen

Kriegerdenkmal vor der Evangelischen Pfarrkirche

  • Borgholzhausen

An den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 erinnernd und somit an den militärischen Sieg über das Nachbarland Frankreich, gipfelnd in der Gefangennahme des französischen Kaisers Napoleon III., wurde es im Jahre 1896 errichtet und verkündet noch heute die Botschaft:" Den Gefallenen zum Gedächtnis. Den Lebenden zur Anerkennung. Den Kommenden zur Nacheiferung!".

Das Figurenensemble, eine stehende Westfalia, ein Mädchen mit Schwertgehänge und Schild, ehrt mit einem Siegeskreis aus Eichenlaub den zu ihren Füßen getroffenen Krieger, den die Kräfte verlassen. Die drei Stufen wurden aus Ibbenbürener, der Sockel und die Säulen aus Obernkirchner, die beiden Figuren aus Morley- oder belgischem Sandstein hergestellt. Als Schöpfer des Denkmals wurde der Bildhauer Anton Rüller aus Münster ermittelt, welcher sich dort mit Annette-von-Droste-Hülshoff-Denkmälern bereits einen Namen gemacht hatte. Er erbot sich für den Preis von 3.390 Mark, eine Kopie des vorbildlichen Originals, nämlich des Denkmals für das in Münster stationierte Westfälische Infanterieregiment Nr. 13 auf dem einstigen Kampfplatz in der Nähe von Colombey (bei Metz), zu liefern. Das Auffinden des Denkmalmotives war drei Borgholzhauser Veteranen zu verdanken, die im Sommer 1895 eine organisierte Bahnreise an Stätten siegreicher Taten geführt hatten. Dieses waren der Lehrer Rösener, der Kaufmann Vorderbrügge und der Bauer Marten.

Das Borgholzhausener Kriegerdenkmal als Zeugnis des Wilhelminismus (1888-1918) überlebte, weil es sich in seiner politischen Botschaft letztendlich als harmlos erwies und daher keinerlei Bedrohung darstellte. Gewiß überdauerte es auch deshalb, weil es einen Erfolg dokumentieren konnte; nicht aber, wie nach dem 1. Weltkrieg eine Niederlage zu rechtfertigen hatte.

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Kirchstrasse 1

33829 Borgholzhausen

Deutschland


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