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St. Lucia-Kirche mit Turmmuseum, Harsewinkel

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Die Pfarrei St. Lucia ist die Mutterpfarrei der Pfarreien in den Ortsteilen Harsewinkel und Greffen und umfasste ursprü...

Die Pfarrei St. Lucia ist die Mutterpfarrei der Pfarreien in den Ortsteilen Harsewinkel und Greffen und umfasste ursprünglich neben dem gesamten Stadtgebiet auch noch Isselhorst. Bereits im Mittelalter wurde die Pfarrei St. Johannes in Greffen gegründet und 1968 die Pfarrei St. Paulus in Greffen. 1804 wurde für die beiden Marienfelder Bauernschaften eine neue Pfarrei gegründet.
Mittelpunkt des kirchlichen Lebens ist die 1857 bis 1860 nach den Plänen des Architekten Emil von Manger errichtete St. Lucia Kirche. Der im neugotischen Stil errichtete Kirchbau ist eine dreischiffige Hallenkirche mit Kreuzrippengewölbe, deren eingezogener, niedrigerer Ostchor einen 5/8-Schluss aufweist. Nach Umbauten hat die Kirche heute ca. 600 Sitzplätze. Der 63 Meter hohe Kirchturm, heute ein Wahrzeichen von Harsewinkel, wurde erst 1903/1904 nach Plänen der Architekten L. Becker und W. Sunder-Plaßmann errichtet, die die neugotische Formensprache Emil von Mangers aufnahmen.

Museum im Turm der St.-Lucia-Kirche

Keine mittelalterlichen Preziosen - dafür aber einen hochinteressanten Schatz aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert birgt die Schatzkammer im Turm der St.-Lucia-Kirche. Kern des Bestandes sind 14 Fahnen, die nach aufwändiger Restaurierung in einer Vitrine aufbewahrt werden. In der Vergangenheit wurden die Fahnen, auf denen die Mutter Gottes, die Heilige Lucia und Evangelisten abgebildet sind, bei Prozessionen mitgeführt. Das gilt auch für die Fahnen der personenständischen Vereine wie des Müttervereins, der Jünglingssodalität und der Marianischen Jungfrauenkongregation, die ebenfalls reich verziert sind und Abbildungen von Heiligen zeigen.

Ergänzt wird dieser textile Bestand um vier auf Kupfer aufgetragene Gemälde, die den heiligen Theodorus, Antonius von Padua, Bernhard von Clarivaux - den Gründer des Zisterzienserordens - und Kaiser Heinrich II. darstellen. Ebenso bewahrt der Raum im Turm der Kirche drei hölzerne Skulpturen auf, die vermutlich zur früheren neugotischen Ausstattung der Kirche gehört haben. Hinzu kommen alte Abendmahlsgeräte und hölzerne Klappern, die dem Wecken in der Osternacht dienten.

Ältestes Stück ist ein sog. Fatschenkindl, eine Puppe, die den neugeborenen Christus als Wickelkind zeigt und während der Weihnachtszeit in der Kirche präsentiert wurde. Das Harsewinkeler Fatschenkindl, eine in Norddeutschland ungewöhnliche Darstellung, stammt aus der Zeit um 1800.

Die Schatzkammer ist nur auf Anfrage zugänglich.

Kontakt:
Katholische Pfarrgemeinde St. Lucia
Dechant-Budde-Weg 2
33428 Harsewinkel
Tel.: (0 52 47) 21 35

Führungen vermittelt das Stadtarchiv Harsewinkel
Tel.: (0 52 47) 935 - 127

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