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Wasserschloss Brincke

  • Borgholzhausen

Das Wasserschloss Brincke befindet sich im Ortsteil Barnhausen. Es handelt sich um eine bedeutende Zwei-Insel-Anlage, bestehend aus einem Herrenhaus mit doppeltem Wassergraben, einer Schlosskapelle, einem Torhaus, einem Wirtschaftsgebäude (Remisen, Viehhaus, langer Jammer), einem Hofhaus (Burg) und Burgmauern. Das Herrenhaus ist ein verhältnismäßig schlichter verputzter Zweiflügelbau aus dem Jahre 1674. Die Schlosskapelle ist ein architektonisch herausragender Bau nach einem Entwurf von P. Mauritius, Benediktinerpater in Maria Laach, nach dem Vorbild der Ramersdorfer Kapelle in Bonn. Ausführung: Baumeister Traapen, Bielefeld. In der Schlosskapelle von 1898 befindet sich ein Triumphkreuz und ein bisher unbekannt gebliebenes Vesperbild aus Stein aus einer großen westfälischen Werkgruppe geschaffen im 15. Jahrhundert.

 

Im Ortsteil Barnhausen, nahe der Grenze zum niedersächsischen Landkreis Osnabrück, liegt sehr idyllisch eine bedeutende Wasserschlossanlage, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Im Zentrum steht das prächtige auf Holzpfählen errichtete Herrenhaus von 1674, das von einem doppelten Grabensystem umgeben ist. Die neoromanische Schlosskapelle aus dem Jahre 1898 enthält ein wertvolles Triumphkreuz. Da Gut Brincke und seine Bewohner damals einige von nur wenigen Katholiken waren, hatte sie für deren Gottesdienste einen großen Einzugsbereich, bis nach dem 2. Weltkrieg die Zahl der Katholiken im Ort stieg und später in der Innenstadt eine Katholische Kirche errichtet wurde. Torhäuser und Wirtschaftsgebäude ergänzen die Anlage. Ein Haus, der „lange Jammer“, erinnert an die Abgabeverpflichtungen der zum Gutsbezirk gehörenden Bauern, den sogenannten „Zehnten“. Das Schloss befindet sich seit 1439 im Besitz der Familie von Kerssenbrock.

Ganz neu ist ein zwischen der Kapelle und dem Herrenhaus errichtetes Archivgebäude, in dem Jahrhunderte alte Geschichte der adligen Familie eine zukunftsfähige Unterbringung gefunden hat.

Zum Haus Brincke gehört nur 200 Meter entfernt auch eine Wassermühle, die vom Violenbach gespeist wird. Mit ihren neugotischen Zierelementen gilt sie als schönste und bedeutendste Wassermühle Westfalens. 1848 errichtet, ist sie als frühindustrielles Kulturdenkmal mitsamt der historischen Mühlentechnik erhalten. Sie wird seit vielen Jahren Wohnung, Atelier und Ausstellungsbereich vom Künstler Johannes Schepp genutzt.

Alles kann jederzeit von außen besichtigt werden. Für Gruppen ist eine Besichtigung und Führung nach Terminabsprache möglich. Kapellen- und Museumsführung auf Schloss Brincke: Haus Brincke 1, Graf von Kerssenbrock´sche Gutsverwaltung, Tel. 05425-930151 sowie 05425 9545506; 33829 Borgholzhausen

 

 

 

 

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Brincker Weg

33829 Borgholzhausen

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Webseite: www.borgholzhausen.de

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