© Stadt Höxter

Weserbrücke

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Eine echte Schönheit ist die heutige Weserbrücke sicherlich nicht. Für die Geschichte der Stadt sind seine Vorgängerbauten jedoch von enormer Bedeutung. Höxter war im Mittelalter Kreuzungspunkt des Hellweges, der den Niederrhein mit dem Harzraum verband, und der Bremer Straße, die von Süddeutschland über Frankfurt die Hansestadt Bremen erreichte. Diese beiden Fernhandelsrouten und die Weserbrücke trugen entscheidend zur wirtschaftlichen Blüte der Stadt bei. Die vor 1115 erbaute Brücke ist der älteste überlieferte feste Weserübergang. Vergleichbar frühe Brücken werden in den Bischofsstädten Minden und Bremen vermutet. Zur Stadt gesichert durch das Brücktor und zum Solling durch das Düstere Tor, war die Brücke aber nicht nur Segen für die Stadtbewohner, sondern zugleich Anlass für blutige Kriege und Überfälle. So stürzte sich in der Blutnacht von Höxter (1634) die Frau des Stadtschreibers Justus Koven mit ihren Kindern von der Brücke in die Weserfluten um der Mißhandlung durch kaiserliche Truppen zu entgehen. Bis in das 13. Jh. war die Brücke an der Oberweser konkurrenzlos. Nun entstanden auch Brücken in Corvey, Hann. Münden und Bodenwerder. Ein späterer Corveyer Brückenbau verschärfte einen lange schwelenden Konflikt zwischen Abtei und Stadt Höxter und führte 1265 zur Zerstörung der Stadt Corvey mit ihrer Brücke. Die höxtersche Brücke wurde 1673 von französischen Truppen abgebrochen. Erst 1833 konnte wieder eine Brücke eingeweiht werden, die mehrfach erneuert wurde.

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