Auf Jobsuche im Jahr 1900

Mit Heinrich durchs Freilichtmuseum Detmold

© Teutoburger Wald Tourismus, M. Schoberer

Die Qual der Wahl

Heinrich jobbt bei Bäcker, Schmied und Müller

Wie heißt es doch so schön: Augen auf der Berufswahl. Auch Heinrich hat es dabei nicht leicht. Der Junge stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Doch das Schicksal meint es gut mit ihm, und eine wohlhabende Familie finanziert ihm eine Lehrstelle im Handwerk. Also macht sich Heinrich um 1900 auf die Suche nach dem Ausbildungsplatz, der zu ihm passt. Bäcker wäre eine Möglichkeit. Oder Schmied. Sogar Fotograf ist schon damals ein richtiger Handwerksberuf. Was soll er bloß machen? Helfen Sie Heinrich, die richtige Entscheidung zu treffen, und begleiten Sie ihn im Freilichtmuseum Detmold in die historischen Werkstätten.

So wie damals

Blick in die historischen Werkstätten

Der Bäckerberuf erfährt im ausgehenden 19. Jahrhundert einen wahren Boom. Also schaut Heinrich auch in der Backstube vorbei. Hier duftet es nach frisch gebackenem Brot, wenn der Bäcker die schwere Ofentür öffnet und seinen Gästen ein Stück zum Probieren anbietet. Sein Mehl bezieht er übrigens aus der historischen Mühle, wo das Getreide in großen Säcken gelagert und vom Müller weiter verarbeitet wird. Angetrieben vom Wasser dreht sich dann das große Rad und die Mühlsteine setzen sich in Bewegung. Derweil dreht sich nur ein paar Häuser weiter eine große Scheibe, auf der der Töpfer allerlei Gefäße formt, bevor er sie zum Brennen in den Ofen schiebt. Das sieht leichter aus, als es ist. Versuchen Sie es selbst einmal.

Auch beim Schmied wartet auf Heinrich keine leichte Aufgabe. Denn irgendwer muss schließlich den großen Blasebalg betätigen, um das lodernde Feuer in Gang zu halten. Ein ruhiges Händchen dagegen braucht er beim Fotografen. Denn bevor das Selfie „im Kasten“ ist, macht es nicht nur kurz Klick, sondern es dauert seine Zeit. So war das eben damals.

© Teutoburger Wald Tourismus, M. Schoberer

Die Story vor Ort erleben

© Teutoburger Wald Tourismus, M. Schoberer

Bei Ihrem Besuch im LWL-Freilichtmuseum Detmold können Sie dem jungen Heinrich dabei helfen, eine passende Lehrstelle zu finden. Zum Abschluss Ihrer Tour über das Gelände wird die „Berufsberatung“ im Museumsshop mit einer kleinen Aufmerksamkeit belohnt. Machen Sie sich auf den Weg!

Öffnungszeiten:

2. April bis 31. Oktober 2019
dienstags bis sonntags und an allen Feiertagen:
9 Uhr bis 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
montags geschlossen

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LWL-Freilichtmuseum Detmold

500 Jahre Alltagskultur aus Westfalen lassen sich im Freilichtmuseum Detmold hautnah erleben. Wie mit der Zeitmaschine geht es hinein in die historischen Wohnhäuser und Werkstätten, Läden und Kneipen, die sich auf dem Gelände so wie groß wie 125 Fußballfelder verteilen. Insgesamt 120 Gebäude hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in den vergangenen Jahren an ihrem ursprünglichen Standort ab- und im Museum wieder aufbauen lassen, um einen authentischen Einblick davon zu vermitteln, wie die Menschen einst lebten und arbeiteten. Also nicht wundern, wenn auch mal eine schnatternde Lippegans oder ein grunzendes Bentheimer Ferkel durchs Dorf läuft.

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Tourentipp

Noch mehr Geschichte bietet sich Radfahrern auf der Strecke zwischen den historischen Altstädten von Detmold und Bad Meinberg. Der 34 Kilometer lange Rundkurs startet am Lippischen Landesmuseum Detmold und führt abseits der vielbefahrenen Straßen auch am Freilichtmuseum vorbei. Sportlich trainierte Radler können bis hoch zum Hermannsdenkmal fahren. Wer es gemütlich angehen lassen will, nimmt für diesen Anstieg den Bus.

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Auf Jobsuche im Jahr 1900
Kapitel 1 : Auf Jobsuche im Jahr 1900
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