Verschwörungstheorien im Kloster Dalheim

 

Stiftung Kloster Dalheim - Foto: A. Lechtape
© A. Lechtape
Innensansicht Klosterladen im Museum für Klosterkultur Dalheim
© Stiftung Kloster Dalheim
Ausstellung, Museum für Klosterkultur Dalheim
© Stiftung Kloster Dalheim


Mittelalterliches Frauenkloster, Augustiner-Chorherrenstift, barocke Blütezeit, preußische Staatsdomäne, Gutshof, Museum – rund 30 Kilometer entfernt von der Domstadt Paderborn lädt die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur zu einem Tagesausflug durch 800 Jahre Geschichte ein.

Kulturelles Erbe
Von der Klostermauer über die mittelalterliche Kirche und den Kreuzgang mit ihren Wandmalereien bis zu den imposanten Bauten des Barocks und den Handwerksstätten ist die bedeutende Klosteranlage fast vollständig erhalten. Ein Rundgang führt zu den charakteristischen Orten eines Klosters und gibt einen repräsentativen Eindruck von der Größe und Geschlossenheit einer Klosteranlage.

Klostergärten
Gut ein Viertel der 7,5 Hektar umfassenden Anlage nehmen die Dalheimer Klostergärten ein. Sie geben einen lebendigen Eindruck vom weiten Spektrum der klösterlichen Gartenbaukunst. Hier gedeihen Heil-, Zier-, Nutz- und Symbolpflanzen, wie sie seit jeher in Klostergärten kultiviert wurden.

Preisgekrönte Dauerausstellung
Denkmalgeschützte Bausubstanz und moderne Architektur treffen im Kloster Dalheim in einem faszinierenden Zusammenspiel aufeinander. Die mit dem Designpreis Red Dot prämierte Dauerausstellung spürt dem Alltag und der Geschichte klösterlichen Lebens zwischen „Ora et labora“ (lat.: Bete und arbeite) nach.

Dalheimer Klosterschätze
Ob Käse, Wein oder das im Kloster Dalheim gebraute Bier: Erzeugnisse aus klösterlicher Produktion stehen für achtsame Herstellung, außergewöhnliche Qualität, Reinheit und Naturnähe. Der Dalheimer Klosterladen bietet eine erlesene Auswahl dessen, was in europäischen Klosterküchen, -kellern und -werkstätten an Kostbarkeiten entsteht.
Tipp: Probieren Sie unseren „Strippenzieher"! Das Begleitbier zur Sonderaustellung „Verschwörungstheorien - früher und heute".

Öffnungszeiten
Di. – So. 10-18 Uhr
Mo. geschlossen außer an Feiertagen
Ganzjährig geöffnet außer 24., 25. und 31.12

© Stiftung Kloster Dalheim


Sonderausstellung
„Verschwörungstheorien - früher und heute"

Blicken Sie in der Sonderausstellung „Verschwörungstheorien - früher und heute" vom 18.05.2019 - 22.03.2020 mit Ihrer Gruppe hinter die Kulissen von 900 Jahren Verschwörungsgeschichte: geschlossende Gesellschaften, verdeckte Machenschaften und geheimes Wissen inklusive!

 

Ihre Gruppenerlebnisse
 

Angebot 1

- Eintritt ins Museum und die Klostergärten
- Führung durch die Sonderausstellung (1,5 Std.)
- Kaffee und Kuchen im Klosterwirtshaus

Preis:    17,50 € pro Person

 

Angebot 2

- Eintritt ins Museum und die Klostergärten
- Führung durch die Sonderausstellung (1,5 Std.)
- Mittag- oder Abendessen im Klosterwirtshaus (exkl. Getränke)

Preis:    25,50 € pro Person

 

Termine:
ganzjährig buchbar
Di. - So. 11-18 Uhr
Mo. geschlossen außer an Feiertagen
Ganzjährig geöffnet außer 24., 25. und 31.12.
 

Hintergrundwissen zur Ausstellung:
 

Zwischen Fakt und Fiktion – Verschwörungstheorien im Kloster Dalheim

Fand die Mondlandung nur im Filmstudio statt? Lenken die Freimaurer die Geschicke der Welt? Und sollen uns Kondensstreifen am Himmel vergiften? Verschwörungstheorien sind ein wiederkehrendes Phänomen in der Geschichte der Menschheit. Sie konfrontieren, hinterfragen, zweifeln an und machen neugierig. Doch der Glaube an eine vermeintliche Verschwörung birgt auch Gefahren.

Mit der Sonderausstellung „Verschwörungstheorien – früher und heute“ geht die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur vom 18. Mai 2019 bis 22. März 2020 der Entstehung, Funktion und Verbreitung von Verschwörungstheorien auf den Grund. Über 200 Exponate auf 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche führen Besucherinnen und Besucher durch 900 Jahre Geschichte und zeigen, warum Verschwörungstheorien bis heute ihre Faszination und Wirkmacht nicht verloren haben.

Verschwörungstheorien im Wandel der Zeit
Im Mittelalter prägt der Teufelsglaube das Verschwörungsdenken: Hexen, religiöse Minderheiten wie die Juden aber auch mächtige Ordensgemeinschaften wie die Templer gelten als Verbündete des Teufels, die dem Christentum Schaden zufügen wollen. Im 18. Jahrhundert – dem Zeitalter der Aufklärung – werden die Freimaurer und Illuminaten als die wahren Drahtzieher der politischen und sozialen Umwälzungen angesehen. Eigene Rituale und Symbole sowie exklusives Wissen lassen diese Geheimbünde bis heute verdächtig erscheinen. Die Vereinnahmung von Verschwörungsglauben durch politische Ideologien bestimmt die jüngere Geschichte: Während unter Adolf Hitler eine jüdische Weltverschwörung propagiert wird, nutzt Josef Stalin Verschwörungstheorien als Instrument seines Machterhalts. Im Kalten Krieg spiegelt sich die Konfrontation der Supermächte nicht zuletzt in Gerüchten über kommunistische Agenten und schädliche Kartoffelkäfer, die als Waffe der USA per Flugzeug abgeworfen die ostdeutsche Landwirtschaft gefährden sollen.

Verlorenes Vertrauen – Verschwörungstheorien heute
Heute begünstigt der schnelle Informationsfluss der neuen Medien die Verbreitung einer Vielzahl vermeintlicher Verschwörungen: Ein populäres Beispiel sind die Anschläge auf das World Trade Center vom 11. September 2001. Anhänger der Chemtrail-Verschwörung glauben an eine systematische Vergiftung durch Kondensstreifen am Himmel und die Reichsbürgerbewegung stellt die Existenz der Bundesrepublik Deutschland in Frage. Begriffe wie „Lügenpresse“ und „fake news“ spiegeln ein zunehmendes Misstrauen gegenüber Regierungen, Medien und sogenannten Eliten wider, und dort, wo es den etablierten Parteien und verantwortlichen Institutionen an Antworten fehlt, mündet verlorengegangenes Vertrauen nicht selten in Verschwörungstheorien. 
Zwischen Fakt und Fiktion spürt die Sonderausstellung „Verschwörungstheorien – früher und heute“ einem mythenreichen und gesellschaftlich besonders relevanten Thema nach. Besucherinnen und Besucher treffen hier auf verdeckte Machenschaften und geheimes Wissen, Strippenzieher, Staatsverweigerer und exklusive Gemeinschaften.

Schirmherrschaft
Die Sonderausstellung „Verschwörungstheorien – früher und heute“ der Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Servicepersonal im Wirtshaus des Kloster Dalheim
© Stiftung Kloster Dalheim

Informationen zum Klosterwirtshaus


Als die Augustiner-Chorherren im Kloster Dalheim noch selbst ihre Gäste bewirteten, kamen fast ausschließlich Lebensmittel aus der Region auf den Tisch. Heute führt Familie Brand vom benachbarten „Gasthaus am Königsweg“ die Tradition der westfälischen Gastlichkeit im Dalheimer Klosterwirtshaus fort. Museumsbesucher und Gäste genießen hier durchgehend warme Küche, hausgemachten Kuchen und leckere Kleinigkeiten für zwischendurch. Gekocht wird immer frisch und regional. Das Klosterwirtshaus heißt nicht nur Museumsbesucher, sondern alle Gäste willkommen. Darüber hinaus können die historischen Räumlichkeiten auch für Veranstaltungen gebucht werden.

Klosterwirtshaus
Di.-So. 11-18 Uhr
Tel: 05292 / 93 27 10
www.klosterwirtshaus-in-dalheim.de

 

Anreise & Service für Chauffeure

Anreise:

Autobahn
1. Über A44: Abfahrt Lichtenau (Westfalen), Richtung Lichtenau, 4 Kilometer bis Dalheim / 2. Über A33: Abfahrt Wünnenberg / Haaren, Richtung Kassel, weiter über A44 / 3. Nächster Bahnhof: Hbf. Paderborn, ca. 30 km / 4. Busverbindung ab Paderborn Hbf.:

ÖPNV
- Mit der Buslinie R82 (Umstieg in Atteln in Linie 481)
- Mit der Buslinie S85 (Umstieg in Lichtenau in Linie 481)
- Ausstieg in Dalheim: Dalheim-Mitte
- Weitere Informationen unter www.fahr-mit.de
 

Service für Busse:

Parkplätze:

- Der Besucherparkplatz des Museums verfügt über 6 Busparkplätze (Ein- und Ausstieg am Museumseingang möglich)
- Entfernung Parkplätze: ca. 200 m bis Museumseingang / ca. 300 m bis zum Museumsfoyer


Toiletten:

- Toiletten am Museumseingang und im Museum vorhanden


Fahreraufenthaltsmöglichkeiten:

- Museum / Klosterwirtshaus


Technischer Service für Busse:

- Paderborn (ca. 30 km)

Angaben zur Barrierefreiheit:

Die neuen Ausstellungsräume und die Klausur sind weitgehend barrierefrei. Das Außengelände und die Gärten können auf den historischen, aber befestigten Wegen mit dem Rollstuhl befahren werden. Der Fußweg vom Parkplatz zum Museumsfoyer dauert ca. 10 Minuten. Behinderten WCs sind vorhanden.

Weitere Informationen & Buchung
 

Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau-Dalheim
Tel: 05292 / 93 19 – 225
Mail: besucherservice.dalheim@lwl.org

www.stiftung–kloster-dalheim.lwl.org

Öffnungszeiten Besucher-Service:
Di.-Fr. 11-16 Uhr

 

 

 

Ihre Ansprechpartnerin für Gruppen- und Busreisen beim Teutoburger Wald Tourismus: 

Ina Bohlken, Tel. 0521-967 33 289, i.bohlken@teutoburgerwald.de