Durch Salzetal und Vierenberg (Wanderweg 1)

  • Start: Kurparkeingang am Kurparksee
  • schwer
  • 13,01 km
  • 3 Std. 15 Min.
  • 293 m
  • 262 m
  • 76 m
  • 80 / 100
  • 80 / 100

Beste Jahreszeit

Weg mit überwiegend sanften Steigungen mit gut ausgebauten Wegebelägen, aber auch Trampelpfade und unebene Steilstrecken.

Stumpfer Turm: Er ist Überrest einer alten Wehranlage und diente den Salzuflern vor allem dazu, die zur Weser führende Salzstraße zu überwachen. Die Wächter hatten hier einen guten Überblick und konnten bei Gefahr ihre Kollegen auf dem „Katzenturm“ in der Stadt durch Lichtsignale warnen. Der Turm wurde im 30-jährigen Krieg zerstört; er ist nicht begehbar.
Um die alte Handelsstraße am Stumpfen Turm ranken sich Sagen und Erzählungen. So fürchteten sich die Fuhrleute früherer Zeiten, die Straße nach Einbruch der Dunkelheit zu befahren. Dann nämlich sollte hier der schwarze Hund umgehen, der jedem Nutzer der Straße in den Nacken sprang, der sich irgendwie mit Schuld beladen hatte.
Außerdem soll sich am Stumpfen Turm eine „weiße Frau auf weißem Rosse“ gezeigt haben, die die Leute in Angst und Schrecken versetzte. Dabei soll sie ganz still und elfenhaft gewesen sein und nur auf einen Ritter gewartet haben, der sie aus ihrem Bann erlöst.

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Allgemeine Informationen

Informationen
  • Einkehrmöglichkeit
  • Rundweg
Wegbeschreibung

Es geht los am Kurparkeingang am Kurparksee. Der Weg führt nach rechts, biegt in Höhe der Kurparkinsel nach rechts, überquert die Salze und wendet sich nach links. Sie gelangen vorbei am Gustav-Horstmann-Sprudel zum Wildgehege, hier halten Sie sich links und gehen am Zaun des Geheges entlang. Wenn der Zaun zu Ende ist, geht der Weg rechts ab und führt auf einen bewaldeten Hügel zu. Am Waldrand steigt er nach links an, sie sehen vor sich eine Schutzhütte. Ein kleiner Abstecher lohnt sich: Oberhalb der Hütte kommen sie auf eine Plattform mit Bänken, sie ist von einer Mauerbrüstung begrenzt. Von hier aus haben Sie einen schönen Blick auf einen kleinen See, im Winter können Sie gegenüber den Stumpfen Turm liegen sehen. Hier wurde früher Sand abgebaut, deshalb die steilen Hänge.

Auf dem Weg zurück sehen Sie links den großen Park, in dem das Schloss Steinbeck liegt. Das Gelände ist Privatbesitz und von einem Zaun umgeben. Es gehört zum Gut Steinbeck, das schon 1320 zum ersten Mal urkundlich  erwähnt wird. Seit 1864 ist das Anwesen im Besitz der Familie von Lengerke, die fünf Jahre später das Schloss im englischen Tudor-Stil erbaute. Der Weg biegt in einer Kurve nach rechts und führt auf den Stumpfen Turm zu. Am Stumpfen Turm treffen sie auf die Alte Vlothoer Straße, eine alte Salzstraße, die nach Vlotho führte.

Sie überqueren die Straße, der Weg verläuft parallel zur Straße auf der linken Seite. Links sehen Sie einen großen Abenteuerspielplatz, der auf einer zugeschütteten Sandgrube errichtet wurde. Neben diesem Weg finden Sie im Frühjahr viele Buschwindröschen (März/April), ein wunderschöner Anblick. Wege und Straße gehen abwärts, unten treffen Sie auf einen gepflasterten Weg, der sich nach links aufwärts wendet. Nach kurzer Zeit trifft er auf die Wüstener Straße, die Sie überqueren (Achtung! Autos fahren hier 70 km/h!). Der Weg wendet sich scharf nach links und verläuft parallel zur Straße. Nach einer Weile liegt links ein Wasserwerk, das wie eine kleine Festung aussieht, aber nur eine Pumpstation ist. Kurz darauf treffen Sie auf die Steinkuhlenstraße, die Sie bergauf gehen. Oben gehen Sie durch eine Absperrung nach rechts und treffen auf die Langenbergstraße. Hier halten Sie sich rechts, vor sich sehen Sie oben am Waldrand den Hühnerwiem. Halten Sie sich hinter der Bank und dem Gedenkstein am Hühnerwiem geradeaus. Der Weg ist hier uneben. In einem Birkenwald wendet er sich nach links, aufpassen, er ist hier sehr schmal. Er läuft hier parallel mit dem Salzeweg, einem überregionalen Wanderweg. Der Wald, durch den Sie hier gehen, ist Privatbesitz. Wenn der Weg wieder eben wird und auf der linken Seite einen schönen Ausblick über Wiesen, Felder und die Ausläufer des Ortsteils Wüsten erlaubt, sind Sie auf dem Vierenberg, dem höchsten Punkt des Weges. Links geht ein Weg ins Dorf Wüsten, Sie halten sich geradeaus.

Der Bismarckturm kommt in Sicht, er steht auf einer Lichtung. Wie jede Stadt, die etwas auf sich hielt, hat auch Bad Salzuflen Ende des 19. Jahrhunderts einen solchen Aussichtsturm gebaut. Er wurde im Oktober 1900 eingeweiht. Sie werden den Bismarckturm verschlossen vorfinden. Wenn Sie hinaufklettern möchten, können Sie das: Im Bergrestaurant Hollenstein, zehn Minuten entfernt, gibt es einen Schlüssel, der zu den normalen Geschäftszeiten des Restaurants gegen Pfand ausgegeben wird. Unser Weg führt sie jetzt bis zum Hollenstein, auch hier ist die Aussicht bei klarem Wetter weit und schön. Sie biegen  wieder rechts in Richtung Bismarckturm ein. Vorbei an einzelnen Häusern führt er durch einen Laubwald und ist gut begehbar. Links unterhalb des Weges gibt es alte, inzwischen zugewachsene Steinbrüche, die früher zum Wegebau genutzt wurden. Nach einer Weile öffnet sich links ein schöner Ausblick, links unten sehen Sie das Gut Ribbentrup und dahinter den Ortsteil Schötmar.

Der Weg wendet sich nun nach rechts und kurze Zeit später nach links. Eine lange Geradeausstrecke führt sie an den Asenteichen vorbei. Die Teiche wurden früher ausschließlich aus der Asenquelle gespeist. Die Quelle ist heute fast versiegt, deshalb muss den Teichen zusätzlich Wasser aus den angrenzenden Berghängen zugeführt werden. Nach einer Weile treffen Sie wieder auf die Wüstener Straße und gelangen am Stupfen Turm vorbei wieder zum Landschaftsgarten und dann zum Ausgangspunkt dem Kurparksee.

Ausrüstung

Festes Schuhwerk

Tipp des Autors

An heißen Tagen sollte die lange Steigung vom Salzetal zum Vierenberg in kühlen Morgenstunden zurückgelegt werden.

Anfahrt

A2/E34 – Ausfahrt 31/ Vlotho-Exter, weiter Richtung Bad Salzuflen, Straßenverlauf folgen Richtung „Kurgebiet Obernberg“

Parken

Parkmöglichkeiten:
Ausgangspunkt: Parkhaus Kurpark (P2)

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus:
Ausgangspunkt: Stadtbus Linie 943 (ZOB – Am Markt – Waldemeine), Haltestelle: Lietholzstraße

Wegbelag

  • Straße (3%)
  • Asphalt (14%)
  • Schotter (29%)
  • Wanderweg (15%)
  • Pfad (39%)

Wetter

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