Geschichte(n) erleben

  • Start: Historisches Rathaus
  • Ziel: Historisches Rathaus
  • leicht
  • 2,17 km
  • 52 Min.
  • 7 m
  • 95 m
  • 91 m

Beste Jahreszeit

Eine Stadtführung ist immer die unterhaltsamste und lehrreichste Möglichkeit eine Stadt und ihre Geschichte kennen zu lernen. Doch leider hat man nicht immer die Möglichkeit an einer solchen teilzunehmen. Daher beschreiben wir Ihnen hier kurz die wichtigsten Gebäude in der Höxteraner Innenstadt. Besonders die prächtig verzierten Fachwerkhäuser im Stile der Weserrenaissance begeistern die Besucher der Stadt. Sie zeugen sowohl vom Ideenreichtum und vom handwerklichen Geschick der damaligen Baumeister, als auch von der wirtschaftlichen Blütezeit Höxters in der Renaissance (1540 - 1630).

Ausgangspunkt  ist das Historische Rathausim Zentrum der Stadt. Unweit davon lässt sich bereits um 1115 eine Brücke über die Weser nachweisen. Fest verbunden mit diesem frühen Weserübergang, über den die berühmte Handelsroute Hellweg führte, ist an der Stelle des Rathauses ein Brückenmarkt belegt. Beides zusammen hat entscheidend zur wirtschaftlichen Blüte der Stadt beigetragen. Um 1250 wurde dann das freistehende Rathaus errichtet und seit dem Umbau zwischen 1608-1618 zählt es zu einem der schönsten Zeugnisse der Weserrenaissance. Als Sitz der Stadtverwaltung und des Marktes war es bereits im Mittelalter fest in das wirtschaftliche und politische Leben der Stadt integriert. Heute beherbergt das Historische Rathaus die Tourist-Information.

Gleich nebenan befindet sich das ehemalige Küsterhaus. Sein ursprünglicher Platz befand sich jedoch woanders. Im Rahmen der Bauarbeiten des Parkhauses wurde es an die heutige Stelle versetzt. Auf der Utlucht des angrenzenden Nebengebäudes können Sie viele typische Dekorelemente der Weserrenaissance aus nächster Nähe betrachten.

Die direkt gegenüber stehende Kilianikirche beeindruckt besonders durch die imposante Westfassade. Erbaut im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts ist sie, mit ihren unterschiedlich hohen Türmen, heute das Wahrzeichen der Stadt Höxter. Ein erster Bau an gleicher Stelle ist bereits um das Jahr 800 nachgewiesen. Die hölzerne Renaissancekanzel mit ihren Alabasterreliefs und das Kannesche Epitaph aus dem Jahre 1593 lohnen einen Besuch der offenen Kirche.

Die Marienkirche aus dem Jahr 1283 ist der früheste gotische Bau Westfalens. Sie geht zurück auf eine Klostergründung des Minoritenordens und ist entsprechend der Regeln des Bettelordens durch eine sachliche Schlichtheit geprägt.

Der Falkenbergsche Hof in der Rodewiekstraße ist einer der seltenen massiven Steinbauten aus der Renaissance in Höxter. Im unteren Teil der Rodewiekstraße findet sich ein schönes Ensemble von Handwerkerbuden aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.

Das Haus Schäfer beeindruckt durch die herrliche Fassade. Der giebelständige Fachwerkbau mit Erd- und Zwischengeschoss entstand um 1530/50 unter Einbeziehung eines älteren Steinhauses. Die reichen Schnitzereien waren übrigens lange verdeckt und vergessen. Erst 1983 wurden sie wiederentdeckt, frei gelegt und fachgerecht restauriert.

Gleich gegenüber steht die Dechanei. Das wohl meist fotografierte Haus in Höxter. 1561 als Adelshof des Rittmeisters Christoph von Amelunxen errichtet gehört sie mit über 60 unterschiedlichen Fächerrosetten zu den sehenswertesten Gebäuden der Weserrenaissance.

Die Nicolaikirche hatte ihren ursprünglichen Platz an anderer Stelle. 1766 wurde sie dort allerdings abgebrochen und im Barockstil an der heutigen Stelle neu errichtet.

Das heutige Amtsgericht befindet sich am Möllingerplatz. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war es im Besitz der Familie von Uffeln. Seit 1768 lässt sich die Anlage als Stadtbesitz des Corveyer Fürstabtes nachweisen.

Das heutige Forum Jacob Pins befindet sich im ehemaligen Adelshof der Familie Heisterman von Ziehlberg. Lange verfallen und fast abrissreif konnte das Gebäude durch ein starkes bürgerschaftliches Engagement jedoch gerettet werden.

Der repräsentative Fachwerkbau gleich nebenan, ist benannt nach dem Feldmarschall Tilly. Während des 30-jährigen Krieges soll er im heutigen Tilly-Haus sein Quartier bezogen haben.

Ein wenig abseits befindet sich das Adam- und Eva-Haus. Einen Besuch lohnt es aber in jedem Fall. 1571 wurde es von dem wohlhabenden Kornhändler Mollner errichtet. Seinen Namen verdankt es der Darstellung des Sündenfalls auf dem rechten Eckständer. Sehr ungewöhnlich und von herausragender Bedeutung sind die Darstellungen der Kreuzigungsgruppe, der Verkündigungsszene sowie die Christusfigur.

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Wegpunkte der Route

St. Kilianikirche

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