Rundwanderweg Nr. 1 durch das Brakeler Bergland von Rheder über Niesen-Frohnhausen-Auenhausen-Hampenhausen zurück nach Rheder

  • Start: Rheder / Kirche
  • mittel
  • 22,84 km
  • 7 Std. 45 Min.
  • 271 m
  • 314 m
  • 142 m
  • 60 / 100
  • 60 / 100

Beste Jahreszeit

Der 23 km lange Rundwanderweg durch das Brakeler Bergland bietet neben Wald, Wiesen und Bächen auch viele kulturelle und naturkundliche Höhepunkte.

Der Wanderweg beginnt in Rheder an der Kirche. Rheder hat 310 Einwohner und wurde urkundlich erstmals im Jahre 1242 erwähnt. Von 1400 - 1873 herrscht hier das Geschlecht der Ritter von Mengersen. In diese Zeit fallen auch der Bau des Schlosses (1750) und der prachtvollen Barockkirche St. Katharina (1716 - 1718) unter dem westfälischen Baumeister Johann Conrad Schlaun. Hinter dem Schloss schließt sich ein ca. 8 ha großer Landschaftspark an, der den Vergleich mit berühmten Parkschöpfungen des 19. Jahrhunderts nicht zu scheuen braucht. Im Park hat die bekannte amerikanische Künstlerin Jenny Holzer 2003 in umgestürzte Eichen-, Ulmen- und Kiefernbäume mehr als 50 Sinnsprüche geschnitzt. Die Vorburg des Barockschlosses erstreckt sich hufeisenförmig um das Schloss. Sie beinhaltet ein Husarenmuseum mit mehr als 150 Exponaten wie Husarenuniformen und historische Blankwaffen aus der Kaiserzeit um 1900 sowie die Brauerei mit einer über 300jährigen Brautradition.

Der Wanderweg folgt der Bundesstraße Richtung Siddessen bis zum Dorfausgang und läuft am Bach entlang bis zur Michaelskapelle. Von dieser Stelle an folgen Sie dem Nethe-Öse-Weg und gehen überwiegend auf Waldwegen am Hang des Nethetales dahin.

Der Weg führt Sie bergan und bergab bis zu der Gutsanlage Charlottenhof. Der Graf von Oeynhausen-Sierstorpff ließ diese Gebäude um die Mitte des 19. Jahrhunderts erbauen.

Nun gehen Sie im Wald abwärts ins Nethetal, vorbei am Kalksteinbruch und der Mündung der bei Löwen entspringenden Taufnethe in die Nethe.

Nach dem Überqueren der Kreisstraße Niesen-Frohnhausen verläuft der Weg in Sichtweite der Taufnethe. Sie durchschreiten eine Furt und gehen am Nordhang des Tales hinauf auf die Höhen um Frohnhausen. Frohnhausen ist mit rd. 300 Einwohnern das größte der drei zur Stadt Brakel gehörigen Heggedörfer. An der 1988 eingeweihten Heggehalle in Frohnhausen, biegt der Wanderweg nach rechts ab auf das Waldgebiet Bannenberg des Grafen von Westphalen zu.

Am nördlichen Waldrand steht der sog. Kaiserstein. Er wurde am 13. Juli 1908 errichtet und erinnert an das Kaisermanöver vom 9. – 12. September 1907, an dem Kaiser Wilhelm III. persönlich als Manöverbeobachter teilnahm und in der Nacht vom 9. zum 10. September auf dem Manöverfeld biwakierte.

Nun kommen Sie nach Auenhausen, das in einer Bischofsurkunde von 1147 als „Auenhusen“ erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das Dorf ist noch landwirtschaftlich geprägt und hat 121 Einwohner. Von den Höhenzügen rund um das Dorf hat man einen herrlichen Rundblick. Nach Norden sieht man bis in den Kreis Lippe zum Köterberg, nach Westen kann man den Teutoburgerwald und das Eggegebirge sehen, nach Süden schließt sich die Warburger Börde mit dem Desenberg an und dahinter das aufsteigende hessische Bergland. Richtet man den Blick nach Osten, kann man das Wesertal mit dem Solling sehen.

Das Wahrzeichen des Dorfes ist die Kuppel oberhalb des Dorfes, die ein Radargerät vor Witterungseinflüssen schützt. Von 1957 bis zur politischen Wende in Deutschland und Europa war die Bundeswehr ein wichtiger Arbeitgeber; denn 60 – 70 Zivilbedienstete waren auf dem Gelände der Radarstation beschäftigt. Nach der Wende sank die Zahl der zivilen Arbeitskräfte auf 15.

An der Hauptzufahrt zur Station, mit dem entkernten Düsenjäger „Starfighter“ als Wahrzeichen, biegt der Weg nach Hampenhausen ab. Hampenhausen ist mit rd. 50 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Stadt Brakel und wird von schönen Fachwerkhäusern und altem Baumbestand geprägt. Eine Quelle, die den Dorfteich speist, ist die Mitte des Ortes. Bereits 850 n. Chr. hatte das Kloster Corvey Besitz und Rechte, später besaß das Kloster in Gehrden bis zu seiner Aufhebung die Gerichtsbarkeit und das Zehntrecht in Hampenhausen. Das Dorf ist bis heute ein echtes Bauerndorf. Zehn Höfe bewirtschaften seit 1623 die umliegenden Landflächen.

Hinter Hampenhausen führt der Weg durch eine Waldschlucht zum Ausgangspunkt Rheder zurück.

 

 

 

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Wegpunkte der Route

Brakel

Schloss Rheder

Das Schloss wurde im Jahre 1750 erbaut. Das Herrenhaus zeigt sich von außen äußerst schlicht, deutet nur kurze Seitenfl...

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Brakel

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisstein

Der Kaiserstein wurde am 13. Juli 1908 errichtet und erinnert an das Kaisermanöver vom 9.-12. September 1907, an dem Ka...

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Allgemeine Informationen

Informationen
  • Einkehrmöglichkeit
  • Rundweg
Wegbeschreibung

Von der Kirche in Rheder aus folgen wir der Bundesstraße Richtung Siddessen bis zur Michaelskapelle. Von dieser Stelle an folgen wir dem Nethe-Öse-Weg überwiegend auf Waldwegen am Hang des Nethetales entlang.  Nach dem Überqueren der Kreisstraße Niesen-Frohnhausen verläuft der Weg in Sichtweite der Taufnethe. Der Weg führt auf der Höhe nach links aus dem Wald ins Feld, dann nach rechts auf das ehemalige Waldarbeiterhaus im Sundern zu. An diesem Gebäude geht es nach links im Grenzbereich von Feld und Wald nach Frohnhausen. Vorbei an der Heggehalle, biegt der Wanderweg nach rechts ab auf das Waldgebiet Bannenberg des Grafen Westphalen zu. An der Hauptzufahrt zur Radarstation Auenhausen biegt der Weg nach Hampenhausen ab. Hinter Hampenhausen führt der Weg durch eine Waldschlucht nach Rheder zurück.

Ausrüstung

Fernglas, Verpflegung

Anfahrt

Von der Autobahn A44 (Dortmund-Kassel), Ausfahrt Warburg (weiter in Richtung Brakel) vorbei an Peckelsheim, Niesen, Siddessen nach Rheder.                                           Von Paderborn über die Bundesstraße B 64 bis zur Abfahrt Brakel, auf die B 252, links Richtung Warburg.

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Bus Linie 550 von Brakel Bahnhof nach Rheder.

 

Literatur

Rundwanderweg Brakeler Bergland

Karten

Stadt- und Wanderplan Brakel

Weitere Informationen

www.brakel.de

tourist-info@brakel.de

Tourist-Information, Am Markt 5, 33034 Brakel / Telefon-Nr. 05272/360269

Wegbelag

  • Unbekannt (21%)
  • Straße (4%)
  • Asphalt (15%)
  • Schotter (41%)
  • Wanderweg (19%)

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