Wanderweg 8

  • Start: Parkplatz an der Obernbergwiese
  • schwer
  • 10,41 km
  • 4 Std.
  • 261 m
  • 214 m
  • 101 m
  • 80 / 100
  • 80 / 100

Beste Jahreszeit

Der Weg eignet sich in allen Jahreszeiten für eine Halbtagestour. Der dichte Laubwald über weite Wegstrecken sorgt dafür, dass er auch im Hochsommer angenehm zu begehen ist. An klaren Wintertagen erreicht die Sonne den Wanderer, das fehlende Laub eröffnet dann schöne Ausblicke. Die Wegstrecken sind vor kalten Winden geschützt.

Alte Landwehr: Diese Landwehr markierte ursprünglich die Grenze der städtischen Gemarkung; sie geht bis in das späte Mittelalter zurück und diente dem Schutz vor unerwünschten „Gästen“. Die Landwehren wurden auf einem Wall von bis zu vier Metern Breite mit dichtem Gebüsch bepflanzt, meist mit Hainbuche und Weißdorn. Vor der Wallanlage war ein tiefer Graben angelegt. Fahrwege, die durch die Hecke führten, waren häufig durch einen Schlagbaum gesperrt. Außerdem gab es sehr schmale, niedrige Durchgänge. Ein Reiter auf dem Pferd konnte dort nicht hindurch kommen, er musste absteigen. So konnten die Grenzen einfach verteidigt werden. Von diesen alten Landwehren stammt auch der Ausdruck „sich in die Büsche schlagen“: Das taten Leute, die heimlich die Grenze überschreiten wollten.

Schwaghof: Das Hofrecht soll bereits im 8. Jahrhundert dem Sachsenherzog Wittekind verliehen worden sein. Hinter dem Hotel ist noch ein alter Fluchtspeicher zu sehen, dessen Eingang in etwa 3 m Höhe nur über eine Leiter erreichbar war. Die Menschen hielten hier ihre Vorräte. Wenn Feinde einfielen, konnten Sie die Leiter hochziehen und waren so geschützt und versorgt. Die alte Schwaghofmauer ist heute noch Besitzgrenze zwischen der Stadt Bad Salzuflen und dem Landesverband Lippe.

Fledermäuse: In Deutschland gibt es zwanzig Fledermausarten, alle nutzen sie den Wald. Einige Arten sind nur im Sommer im Wald zu finden, wenn sie ihre Jungen in Wochenstuben aufziehen. Andere halten auch ihren Winterschlaf in hohlen Bäumen oder anderen Schlafhöhlen. Fledermäuse sind die einzigen flugfähigen Säugetiere, sie haben sich bereits vor über 50 Millionen Jahren den Luftraum erobert. Im Salzufler Stadtwald wurden zehn verschiedene Fledermausarten festgestellt, darunter auch seltene Arten wie der Kleine Abendsegler (galt bis Ende des letzten Jahrhunderts in Westfalen seit mehr als 100 Jahren als verschollen) oder die Bechsteinfledermaus. Fledermäuse fliegen mit den Händen und sehen mit den Ohren. Der wissenschaftliche Name "Chiroptera" heißt zu deutsch "Handflügler". Die Tiere orientieren sich durch Ultraschallrufe, deren Echo sie mit den Ohren wieder auffangen. Als Nachtjäger sind sie deshalb nicht auf ihre Augen angewiesen.
Fledermäuse ernähren sich von Insekten, Spinnen und anderen Gliedertieren. Hier liegt auch der hohe biologische Nutzen der Tiere: in der Schädlingsbekämpfung. Eine Kolonie von 300 Weibchen der Mausohrfledermaus kann in einem Sommer über 500 Kilogramm an Schadinsekten vertilgen! Für Fledermäuse werden im Stadtwald "Spechtbäume" (Höhlen) erhalten und spezielle Nistkästen aufgehängt.

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Wegpunkte der Route

Herford

Bismarckturm

Der Beschluss zum Bau eines Bismarckturmes auf dem Herforder Stuckenberg erfolgte am 26. Oktober 1904 im Herforder Hote...

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Allgemeine Informationen

Informationen
  • Einkehrmöglichkeit
  • Rundweg
Wegbeschreibung

Ausgangpunkt für diesen Wanderweg ist der Parkplatz an der Obernbergwiese. Sie überqueren sie, lassen rechts den Schießstand hinter sich und kommen zu einem Kriegerdenkmal für den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Unterhalb des Denkmals liegt der Obernbergfriedhof, vom Weg aus kaum zu erkennen, weil er ein Waldfriedhof mit großem Baumbestand ist.

Wenn Sie weitergehen, können Sie rechts und links des Weges ein Stück hölzerne Stadtgeschichte sehen: Restflächen eines Eichen-Niederwaldes. Der Weg lässt links das Pflegeheim „Salzestift“ liegen und knickt dann nach links ab. Hier sind Sie im Gebiet eines ehemaligen Waldlehrpfades, neben Erlen und Birken sind hier interessante Gehölze wie Mammutbäume und Weymouthskiefern zu finden. An drei großen Mammutbäumen knickt der Weg nach rechts ab, nach kurzer Zeit wendet er sich wieder nach links. Bald öffnet sich links ein großes, freies Feld, an dessen Rand ein alter Grenzstein steht. Auf der Vorderseite ist die Lippische Rose zu sehen, auf der Rückseite die Ravensberger Sparren.

Hier verläuft heute die Kreisgrenze zwischen Lippe und Herford. Das Stück Land, das sich anschließt, ist erhöht und von der „alten Landwehr“ umgeben. Diese Landwehr markierte ursprünglich die Grenze der städtischen Gemarkung; sie geht bis in das späte Mittelalter zurück und diente dem Schutz vor unerwünschten „Gästen“. Die Landwehren wurden auf einem Wall von bis zu vier Metern Breite mit dichtem Gebüsch bepflanzt, meist mit Hainbuche und Weißdorn. Vor der Wallanlage war ein tiefer Graben angelegt. Fahrwege, die durch die Hecke führten, waren häufig durch einen Schlagbaum gesperrt. Außerdem gab es sehr schmale, niedrige Durchgänge. Ein Reiter auf dem Pferd konnte dort nicht hindurch kommen, er musste absteigen. So konnten die Grenzen einfach verteidigt werden. Von diesen alten Landwehren stammt auch der Ausdruck „sich in die Büsche schlagen“: Das taten Leute, die heimlich die Grenze überschreiten wollten. Das zwischen den Landwehren liegende Land wurde von der Bürgerschaft gemeinsam als Weide genutzt. Hinter dem Feld können Sie links wieder Reste der alten Landwehr sehen.

Hier geht unser Weg links ein paar Stufen hinunter, es geht unter der Autobahn (A 2) hindurch. Jetzt befinden Sie sich im Herforder Stadtwald. Auch hier können Sie rechts Reste einer alten Landwehr sehen. Am Weg finden Sie eine Tafel, die Sie über das Leben im Waldboden informiert. Parallel läuft rechts ein Weg, auf dem viel Totholz zu finden ist. Es ist wichtig für den ökologischen Kreislauf im Wald. Unser Weg mündet in den Wüstener Weg, er ist hier asphaltiert. Sie kommen aus dem Wald heraus und gehen durch Wiesen und Felder, rechts und links sind einzelne Höfe und Häuser zu sehen. Sie treffen auf eine Kreuzung und halten sich rechts, Richtung Waldrestaurant Steinmeier. Hinter dem Restaurant geht es links den Berg hoch, der Weg ist steil und uneben. Oben trifft er auf den „Ameisenweg“, so genannt, weil im Sommer viele Ameisenstraßen diesen Weg kreuzen. Dieses Gebiet gehört schon zum südwestlichen Ausläufer des Mindener Forstes. Der Weg führt zu einer Stelle, von der aus Sie einen schönen Ausblick über Herford haben, rechts geht der Weg hoch zum Herforder Bismarckturm.

Hier finden Sie Bänke und Picknickplätze zum Ausruhen. Ein Gedenkstein erinnert an den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990. Der Bismarckturm steht an der höchsten Stelle unseres Weges, dem Stuckenberg. Sie können ihn von April bis Oktober am ersten und dritten Sonntag im Monat von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen besteigen. An klaren Tagen sind vom Turm aus eine Menge bekannter Punkte sehen: Zum Beispiel der Teutoburger Wald mit dem Sender Hünenburg, der Sparrenburg und dem Hermannsdenkmal und, wenn Sie sich umdrehen, das Wesergebirge und der Einschnitt der Porta Westfalica.
Hinter dem Bismarckturm halten Sie sich links, bis Sie zu einem Wegweiser gelangen. Links geht es hier zum nahe gelegenen Hotel-Restaurant Waldesrand, unser Weg wendet sich nach rechts. Er wird hier „Weißer Weg“ genannt. Nach etwa einem Kilometer ist rechts eine Waldarbeiterhütte zu sehen, die für Besucher nicht zugänglich ist. Der gut begehbare Weg läuft auf eine markante Eiche zu, an der sich mehrere Wege kreuzen. Achten Sie hier gut auf die Markierung, der Weg biegt scharf nach links ab und wird klein und uneben. Er führt Sie zu einer Brücke, die die Autobahn überquert. Hinter der Brücke wendet sich der Weg nach links, Sie sind wieder im Salzufler Stadtwald. Nach etwa 400 m zweigt er links abwärts ab. Er ist hier schmal und uneben, links sehen Sie das Hotel Schwaghof. Ab und zu finden Sie hier abgestorbene Bäume, die mit einem kleinen, weiß-grünen Schild als Totholz gekennzeichnet sind.

Links unterhalb des Weges können Sie einen Graben erkennen. Wenn Sie auf ihn zugehen, sehen Sie die Reste einer alten Mauer im Waldboden. Sie umgab die ehemals preußische Domäne Schwaghof. Das Hofrecht soll bereits im 8. Jahrhundert dem Sachsenherzog Wittekind verliehen worden sein. Hinter dem Hotel ist noch ein alter Fluchtspeicher zu sehen, dessen Eingang in etwa 3 m Höhe nur über eine Leiter erreichbar war. Die Menschen hielten hier ihre Vorräte. Wenn Feinde einfielen, konnten Sie die Leiter hochziehen und waren so geschützt und versorgt. Die alte Schwaghofmauer ist heute noch Besitzgrenze zwischen der Stadt Bad Salzuflen und dem Landesverband Lippe. Zurück zum Weg: Das Gebiet, in dem Sie sich hier bewegen, hat viele Besonderheiten. Sie können die seltene Hohltaube mit ihrem dumpfen Ruf hören, es gibt eine große Fledermauskolonie, Bunt- und Schwarzspecht sind hier zu Hause. Der Weg trifft auf eine Teichanlage: Links sehen sie die Schwaghofteiche, rechts den Sängerteich. Früher dienten sie zur Wasserversorgung, später waren sie Löschteiche. Heute hat die Stadt die Teiche gepachtet, sie werden renaturiert und nach und nach zu Ökoteichen. Wenn Sie den Weg rechts weitergehen, sehen sie auf der linken Seite trockene Mulden, die früher auch als Fischteiche genutzt wurden. Der Kreis schließt sich, wenn der Weg auf den Forsthausweg und dann auf die Obernbergstraße trifft. (©Renate Tegtmeyer) 

Ausrüstung

Festes Schuhwerk

Anfahrt

A2/E34 – Ausfahrt 31/ Vlotho-Exter, weiter Richtung Bad Salzuflen, Straßenverlauf folgen Richtung „Kurgebiet Obernberg“

Parken

Parkmöglichkeiten:
Ausgangspunkt: Parkplatz am Obernberg
Für Seiteneinsteiger: Hotel Mercure Schwaghof, Hotel-Restaurant Waldesrand, Waldrestaurant Steinmeier

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus:
Ausgangspunkt: Stadtbus Linie 942 (ZOB – Am Markt - VitaSol), Haltestelle: Haus Bergfrieden
Für Seiteneinsteiger: Stadtbus Linie 941 (ZOB – Am Markt – Elkenbrede), Haltestelle: Schubertstraße

Wegbelag

  • Unbekannt (2%)
  • Asphalt (6%)
  • Schotter (69%)
  • Wanderweg (8%)
  • Pfad (15%)

Wetter

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