Weg der Stille - (von Marienmünster bis Brenkhausen) - ökumenischer Pilgerweg von Schwalenberg nach Corvey

  • Start: Abtei Marienmünster, 37696 Marienmünster
  • Ziel: Kloster Brenkhausen, Propsteistr. 1a, 37671 Höxter-Brenkhausen
  • mittel
  • 13,94 km
  • 4 Std. 25 Min.
  • 272 m
  • 325 m
  • 136 m
  • 60 / 100
  • 40 / 100

Beste Jahreszeit

Wandern und hören – zu eigenen Quellen finden
Der ca. 40 km lange „Weg der Stille“ verbindet vier außergewöhnliche Orte in einer Urlaubsregion, die sich längst als Wander- und Klosterregion einen Namen gemacht hat. Wander- und Pilgeretappen von jeweils 10 bis 15 Kilometern Länge, gekennzeichnet durch das „Weg-der-Stille-Logo“, führen durch den Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge.

Herrliche Fernsichten, dichte Wälder, schnurgerade Forstwege, aber auch fast vergessene Kirchpfade aus dem Spätmittelalter laden ein, Abstand zu gewinnen von den schnellen Lebensrhythmen unserer Zeit und neu anzukommen bei dem, was Ihnen wichtig ist. Das Thema bestimmen Sie, denn dieser Weg kann vielfältig die Sinne öffnen für neue Botschaften und einen Reichtum an innerer Ruhe und Gelassenheit.

Jeder Zielort (Corvey, Brenkhausen, Marienmünster und Schwalenberg) bietet einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt, den Sie mitnehmen können, von dem Sie auf Ihrem Weg profitieren.

Überall erwartet Sie freundliche Gastlichkeit, wie sie auch schon vor vielen Jahrhunderten gepflegt wurde – zur Stärkung von Leib und Seele.

Abtei Marienmünster – Reine Klänge
Lauschen in die Stille

Seit Jahren ist die 1128 gegründete Benediktiner-AbteiMarienmünster ein Anziehungspunkt für viele Besucher. Die barocke Klosteranlage mit der Abteikirche im Zentrum (heute: katholische Pfarrkirche) ist eine Stätte der besonderen Begegnung: neben der religiösen Bedeutung als Pilgerstätte in Ruhe und Abgeschiedenheit hat sich ein vielfältiges Musikangebot in Form von Konzerten mit ausgesuchten Künstlern etabliert. Fernab vom Lärm der großen Städte, ausgestattet mit der historischen Johann-Patroclus-Möller-Orgel in einmaligen akustischen Verhältnissen, ist die Abtei Marienmünster über die Region hinaus bekannt.

Von der Abtei Marienmünster führt der Weg zunächst auf den Hungerberg. „Wenn man es erst mal geschafft hat, diesen schweren und steilen Weg hoch zu gehen, ist man zufrieden und spürt die Ruhe und Freiheit. An diesem Punkt ist man dem Himmel besonders nah, man kann tief durchatmen“, so verspricht es eine Meditationsstation neben der Hungerbergkapelle. Und in der Tat, erklimmt man noch den Aussichtsturm, ist der Himmel zum Greifen nah und der Blick reicht bis zum Teutoburger Wald, dem Hermannsdenkmal, über das Steinheimer Becken bis zur Ottensteiner Hochfläche und dem Köterberg.

Wieder unten angelangt, führt der Weg durch eine wunderschöne Allee, vorbei am jüdischen Friedhof und durch den Luftkurort Vörden. In Eilversen können Sie sich auf dem dortigen Rastplatz für den weiteren Wegeverlauf noch einmal ausruhen.

Weiter geht es dann oberhalb der Ortschaft Bremerberg und durch das Heiligengeisterholz, das früher zum Eigentum von Corvey gehörte. Eine alte Geschichte besagt, dass Konrad v. Boffessen (Corveyer Stiftsvasall) auf der Rückkehr vom Kreuzzug im Spital v. HI. Geist in Rom krank gelegen und gelobt habe, nach seiner Genesung in seiner Heimat eine wohltätige Stiftung zu gründen. Er erhielt vom Papst 1216 die Erlaubnis, in Höxter ein Hospiz mit einer Kapelle und Kirchhof zu gründen, das Spital „zum HI. Geist“. Er stattete es mit Grundbesitz aus, wozu auch der danach benannte Wald Heiligengeisterholz gehört haben soll, der dann im Besitz der Stadt Höxter blieb.

Über den historischen Klosterweg geht es weiter zum Koptisch-orthodoxen Kloster Brenkhausen.

 

Kloster Brenkhausen – bei koptischen Christen
Begegnen – Rituale in der Stille

Um 1240 gegründet, wirkten im Kloster Brenkhausen zunächst Zisterzienserinnen und ab 1601 Benediktinerinnen. Die Aufhebung des Konvents im Rahmen der Säkularisation bedeutete für Brenkhausen nicht das Ende der monastischen Tradition: seit 1994 Kloster und Bischofssitz der koptisch-orthodoxen Kirche (* Info: Die koptisch-orthodoxe Kirche ist die ursprüngliche Kirche Ägyptens, die bereits im ersten christlichen Jahrhundert von dem heiligen Evangelisten und Apostel Markus gegründet wurde), entsteht hier inzwischen ein neues religiöses Zentrum. Ägyptische Mönche und ihre Helfer sanieren momentan einen Teil der lange Zeit ungenutzten Gebäude – der Ostflügel und die Kirche waren bereits in den 1970er Jahren von der katholischen Gemeinde übernommen und renoviert worden.

Heute ist die Klosteranlage ein aufstrebender Klosterort mit einem Museum sowie einer Dokumentation der koptischen Kultur. Großgeschrieben wird die Gastfreundschaft: Besucher sind herzlich willkommen und eingeladen, in den Gottesdiensten die Spiritualität der koptischen Kirche zu erfahren.

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Wegpunkte der Route

Marienmünster

Abtei Marienmünster

Die Sorge um sein Seelenheil und der Wunsch nach einer standesgemäßen Familiengrablege gaben wohl den Anstoß: 1128 stif...

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Marienmünster

Aussichts- und Museumsturm

Grandiose Aussicht aus 350 m Höhe - Eine wahrlich tolle Aussicht bietet sich demjenigen, der den steilen Aufstieg auf d...

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Marienmünster

Hungerbergkapelle

Heiligenhäuschen und Kreuzweganlage1779 wurde am Hungerberg ein Heiligenhäuschen gebaut und erstmals eine Prozession do...

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Höxter

Koptisch-orthodoxes Kloster Höxter-Brenkhausen

Um 1240 gegründet, wirkten im Kloster Brenkhausen zunächst Zisterzienserinnen und ab 1601 Benediktinerinnen. Ein weiter...

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Allgemeine Informationen

Informationen
  • Einkehrmöglichkeit
Wegbeschreibung

Der Weg ist in beide Richtungen mit dem Logo "Weg der Stille" gekennzeichnet.

Anfahrt

Von Steinheim auf der B 239 Richtung Höxter. Die Abtei Marienmünster befindet sich auf der linken Seite.

Parken

Parkplatz an der Abtei Marienmünster (37696 Marienmünster)

Öffentliche Verkehrsmittel

Immer wissen, was fährt: Die Schlaue Nummer für Bus und Bahn in NRW 01803 504030 (Fahrplanauskünfte für 0,09 € / Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 € / Min.)

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