© Verkehrsverein Hövelhof e.V., W. Henke
22.10.2020

Natur und Kultur in der Senne

Senne-Parcours

Wegetipp aus Hövelhof

Der Radweg rund um Hövelhof führt euch durch die Wald- und Heidelandschaften der Senne, die eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu bieten hat. Highlights der Route sind zum Beispiel das Steinhorster Becken oder die Emsquellen. Aber auch kulturelle Aspekte wie das Heimatzentrum OWL begegnen euch unterwegs. Insgesamt 60 km ist der Senne-Parcours lang – also ideal für eine Tagestour.

Die Radtour startet am Bahnhof Hövelhof, der auch „das Tor zur Senne“ genannt wird. Eine Anreise mit der Bahn ist also möglich. Noch in Hövelhof kommt man als erstes an dem Heimatzentrum OWL vorbei. Der Plattdeutsche Kreis Hövelhof pflegt im Heimatzentrum OWL das traditionelle Handwerk. Hier kann man sich ausgiebig informieren wie unsere Vorfahren früher gelebt haben. Auf der insgesamt 1.100 qm großen Ausstellungsfläche stehen unter anderem ein altes Backhaus, eine Scheune und das Haus des historischen Handwerks mit beispielsweise einer Seilerei, einer Korbflechterei oder einer Besenbinderei.

Weiter geht es durch Delbrück bis zum Steinhorster Becken. Früher diente dies als Rückhaltebecken zum Schutz vor Hochwasser. Mit der Zeit entstand dort eine vielfältige Naturlandschaft mit Flachwasserflächen, Inseln und Feuchtgrünland. Auch seltene Wat- und Wasservögel siedelten sich da an. Heute ist das Gebiet das größte von Menschen geschaffene Biotop in NRW.

Vom Steinhorster Becken fährt man dann wieder zurück Richtung Hövelhof, an der Furlmühle und dem Dorfschulmuseum vorbei. Nun macht der Radweg einen Schlenker durch Schloß Holte-Stukenbrock, zu zwei geschichtlich geprägten Orten, die Gedenkstätte Stalag 326 VI K und der Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter.

Besuchersteg bei den Emsquellen im Naturschutzgebiet Moosheide
© L. Teichmann

Anschließend geht es weiter zu den Emsquellen. In dem Naturschutzgebiet „Moosheide“ hat die Ems ihren Ursprung, die von dort ca. 370 km bis zur Nordsee fließt. Wusstet ihr, dass man dem Emsquellwasser glückbringende Eigenschaften nachsagt? Laut der Sage aus dem 17. Jahrhundert war der damalige Fürstbischof an einem heißen Tag in der Senne unterwegs und blieb dort mit seinem Wagen stecken. Ein Mädchen kam zu Hilfe und brachte ihm einen Krug mit Emsquellwasser. Aus Dankbarkeit segnete er das Mädchen und sagte ihr, dass sie immer Glück haben werde. Seit diesem Tag spricht man vom glücksbringenden Emsquellwasser.

Folgt man dem Radweg weiter kann man unterwegs, zwischen den Emsquellen und dem Ems-Informationszentrum in Hövelhof, Senne Pferde in freier Wildbahn beobachten. Kurze Zeit später gibt es dann in der Nähe der Heidschnuckenschäferei auch Heidschnucken zu sehen - also Schafe die auf den Heideflächen grasen. Von der Schäferei aus geht es wieder zurück in Richtung des Ausgangspunktes.

Es emphielt sich am Ende der Fahrradtour noch einen Abstecher in einen der vielen Biergärten in Hövelhof zu machen und ein kühles, frisch gezapftes Hövelhofer Bier zu genießen oder eine der westfälischen Spezialitäten zu probieren.

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