© F. Grawe
19.07.2019

Von Schloss zu Schloss

Ab durch das Nethetal

Wegetipp aus Brakel

Dieser 14 km lange Rundwanderweg bietet auch Familien mit älteren Kindern genug Abwechslung für einen spannenden Tag. Historische Bauwerke, ein Obstbaumlehrpfad oder kuriose Botanik – jeder von Euch findet hier bestimmt seinen Lieblingsplatz.

Start Eurer Rundwanderung ist der Parkplatz vor der Kirche in Rheder. Bevor Ihr Euch allerdings auf den Weg macht, werft einen Blick hinein.

Auf geht's...

Top Ausblick!, Foto: Matthias Groppe
© Matthias Groppe

… zum Schloss! Es wurde 1750 fertiggestellt. Von wem, da ist man sich in der Fachwelt allerdings nicht einig. Teile des Schlosses und die Brauereianlagen könnt Ihr nach Vereinbarung besichtigen. Dem Weidenpalais auf der anderen Seite des Weges könnt Ihr Euch noch auf dem Rückweg zuwenden.

Ein paar Schritte weiter überquert Ihr bereits die Nethe und könnt den wunderschönen Landschaftspark Rherder sehen. Der Park wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach englischem Vorbild begonnen, später in einer zweiten Phase mit etwa 8 ha Größe angelegt und schließlich auf fast 100 ha erweitert. Es geht am Schloss- und kurze Zeit später am Rohrteich vorbei bis zum Ende des Parks. Ihr kommt an den Waldgebieten Mähne und Sünderholz entlang – Fun Fact: beide Waldgebiete gehören zum Besitz des Grafen Sierstorpff von Bad Driburg. Bei Klärem Wetter könnt Ihr von hier sogar den Köterberg sehen.

Klosterkirche St. Peter und Paul, Foto: Stadt Brakel
© Stadt Brakel

Nachdem Ihr die Hauptstraße überquert habt, gelangt Ihr nach einigen Meters bereits zum Obstbaumlehrpfad, der 1995 angelegt wurde. Hier wurden 54 verschiedene Obstsorten angepflanzt, einige davon ortstypisch wie z.B. der „Brakeler Apfel“. Folgt dem Weg ein Stück weiter und Ihr gelangt bald an die Öse, einem kleinen Fluss, der im weiteren Verlauf in die Nethe mündet. An der Öse findet Ihr den Gewässerlehrpfad. Infotafeln informieren Euch über den Bachlauf und die heimische Tierwelt drumherum.

Ihr befindet Euch nun praktisch fast in der Ortsmitte. Macht einen kleinen Schlenker und schaut Euch die Ortsmitte an, wo Ohr auf das angekündigte zweite Schloss trefft: das Schloss Gehrden. Sehenswert ist auch die ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul mit einer historisch einzigartigen Glockenanlage.

Wenn Ihr am Katharinenberg und der Katharinenkapelle seid, solltet Ihr Euch einmal umschauen: im Westen das Eggegebirge, kleine Ortschaften, im Osten ein Blick auf Siddessen und auf die Radarstation bei Auenhausen.

Flechtkuppel, Foto: Matthias Groppe
© Matthias Groppe

Ihr durchquert Siddessen, lauft ein Stück entlang der Öse, bevor diese in die Nethe mündet. Euer Rückweg führt schließlich entlang der Nethe zurück zum Ausgangspunkt. Wie am Anfang vorgeschlagen, könnt Ihr Euch nun noch das Weidenpalais ansehen. Es ist ein lebendes Bauwerk, geflochten aus Hunderten von Weidenruten. Die beiden Türme mit einer Höhe von knapp zehn Metern sollen an das berühmte Westwerk von Kloster Corvey erinnern. Insgesamt ist das Weidenpalais mehr als 30 Meter lang. Damit gehört es zu den größten Weidenbauwerken in Deutschland.

Weitere Infos zur Tour findet Ihr hier:

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