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Corona-Wegweiser des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC)

Tipps und Empfehlungen für Radausflüge und Radreisen

Touren und Ausflüge sind komplizierter geworden, es gelten Kontaktbeschränkungen und gefühlt in jedem Bundesland andere Regeln und Termine. Wer draußen unterwegs sein möchte, muss gut planen und sich informieren. Hier ein paar Tipps für Radtouren.

Auch für Radtouren und Radausflüge sind die allgemein gültigen Verhaltensregeln verbindlich, ebenso für Radreisen, die ab Pfingsten möglich sein sollen:

  • die aktuellen Kontaktbeschränkungen

  • die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen

  • ein rücksichtsvoller Umgang miteinander sowie der Gesundheitsschutz und die Rücksichtnahme auf Risikogruppen

Touren sollten zunächst individuell, zu zweit oder, wenn erlaubt, in Klein(st)gruppen (Anzahl und Regelung der jeweiligen Bundesländer beachten!) unternommen werden.

Der ADFC empfiehlt

  • vorab die Regelungen der jeweiligen Bundesländer zu checken: Für Gastronomie-, Beherbergungs- und Reisebeschränkungen gelten unterschiedliche Regelungen und Termine. Auf der Internetseite von Bett+Bike gibt es eine Übersicht über die Gastronomie- und Tourismusregelungen in den Bundesländern: www.bettundbike.de/tipps/corona-reisetipps/

  • Mund- und Nasenschutz zu tragen, sobald man in Kontakt mit anderen tritt. Beim Radfahren muss er nicht getragen werden

  • Hotspots zu meiden und sich über Öffnungszeiten von Museen und Freizeiteinrichtungen zu informieren, ggf. müssen vorab Onlinetickets erworben werden und/oder es werden nur begrenzt Menschen eingelassen

  • ggf. auf Selbstversorgung zurückgreifen

  • bei Reisen mit Übernachtung gilt: Vorab bei beim Übernachtungsbetrieb informieren, es gelten besondere Hygieneregelungen, z. B. darf nur eine bestimmte Bettenzahl belegt werden, ggf. gibt es Abweichungen/Einschränkungen bei Verpflegung oder Wellnessangeboten

Tipps und Empfehlungen zur Routenauswahl und Reisevorbereitung

Egal, ob Tagesausflug oder Radurlaub: Deutschland bietet ein breites Angebot aus über 250 Radfernwegen und mehreren hundert regionalen Themenrouten. Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann bekannte Publikums- und Ausflugsmagneten vermeiden und das Unbekannte entdecken, auch in der eigenen Region.

Der ADFC empfiehlt

  • je unbekannter, desto besser: Flussradrouten und bekannte Ferienstraßen sind sehr beliebt und entsprechend belebt, vor allem an zentralen Knotenpunkten oder Stadtein- und Ausfahrten. Daher sollte man neue Strecken(abschnitte) ausprobieren statt auf bekannte zurückzugreifen und Ziele aus der zweiten Reihe wählen.

  • regional radeln statt in die Ferne schweifen: Routen und Ziele wählen, bei denen man direkt von der Haustür starten und enden kann

  • anders ist Trumpf: belebte Plätze oder Orte meiden, antizyklisch unterwegs sein und nicht zu Stoßzeiten/Wochenenden/Feiertagen fahren, ggf. andere Richtungen/Rundtouren gegen Uhrzeigersinn

  • auf eine gute Vorbereitung setzen: Strecken mit Bedacht auswählen und für die Recherche etwas mehr Zeit einplanen. Da Unterkünfte Auflagen haben und nicht die volle Zimmerkapazität bieten können, empfiehlt es sich im Voraus zu buchen und den Vorab-Ticketkauf bei Freizeiteinrichtungen zu nutzen

  • weniger ist mehr: die Übernachtungskapazitäten sind begrenzt, daher sind Kurzreisen in der Umgebung eine gute Alternative

Routenauswahl

Bei der Routenauswahl gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt ausgearbeitete Routenvorschläge ab oder man stellt seine Touren individuell zusammen.

Ausgearbeitete Tourenangebote

  • einige Anbieter wie die Ruhrtourismus GmbH haben bereits Touren mit alternativen Routenführungen abseits der bekannten Pfade ausgearbeitet. Informationen bieten die Tourismusverbände vor Ort.

  • der lokale ADFC hat oft schon Tourenvorschläge zusammengestellt bzw. optimiert seine Vorschläge für Corona-Zeiten. Infos finden sich auf den lokalen ADFC-Internetseiten oder im ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal.

  • Radurlaub geht nahezu in jeder Region und auch abseits der bekannten Flussradrouten.

  • neben Radfernwegen und lokalen Routen sind Radregionen ebenfalls attraktiv. Ihr Vorteil: Man übernachtet in einer Unterkunft wie einer Ferienwohnung mit Selbstversorgung und unternimmt jeden Tag eine andere Radtour - was für Familien und Einsteiger*innen besonders geeignet ist.

  • auch die vielen lokalen Themenradrouten lohnen einen Besuch. Sie lassen sich über die Tourenportale der Bundesländer oder Anbieter wie komoot oder outdooractive finden. Hier sollte man beachten, dass solche Portale oft die beliebtesten und damit  höher frequentierten Vorschläge voranstellen. Es ist also sinnvoll, auch auf die hinteren Reihen zu schauen.

Individuell planen

  • mit Online-Planungstools: Dazu gibt es spezielle Programme wie GarminBasecamp, aber auch Routenplaner wie komoot oder outdooractive. Die Radroutenplaner der Bundesländer bieten individuelle Streckenplanung an.

  • mit Karte: vom ADFC gibt es ADFC-Radtourenkarten (Maßstab 1:150.000, Verlag BVA) und ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) mit fertigen Tourenvorschlägen.

  • mit Karte und Wegweisung: Einige Regionen bieten dank der Knotenpunktwegweisung die Möglichkeit, Routen auf den vorhandenen Netz individuell und spontan zusammenzustellen, das „Radeln nach Zahlen“ funktioniert beispielsweise im Ruppiner Seenland.