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Pilgerwege

Weg der Stille - (Schwalenberg nach Corvey) - ökumenischer Pilgerweg

Pilgerwege• Teutoburger Wald
  • Brauergildestraße mit ev.-ref. Kirche
    / Brauergildestraße mit ev.-ref. Kirche
    Foto:Stadt Schieder-Schwalenberg
  • Stadtwasser
    / Stadtwasser
    Foto:Stadt Schieder-Schwalenberg
  • Abtei Marienmünster
    / Abtei Marienmünster
    Foto:Frank Grawe, F.Grawe, www.kulturland.org
  • Orgel von Johann Patroklus Möller, Abtei Marienmünster
    / Orgel von Johann Patroklus Möller, Abtei Marienmünster
    Foto:Frank Grawe, F.Grawe, www.klosterregion.de
  • Aussichtsturm auf dem Hungerberg
    / Aussichtsturm auf dem Hungerberg
    Foto:Stadt Marienmünster, Stadt Marienmünster
  • Hungerbergkapelle
    / Hungerbergkapelle
    Foto:Stadt Marienmünster
  • Koptisch-orthodoxes Kloster Höxter-Brenkhausen
    / Koptisch-orthodoxes Kloster Höxter-Brenkhausen
    Foto:Frank Grawe, F.Grawe, www.klosterregion.de
  • Blick vom Räuschenberg auf Brenkhausen
    / Blick vom Räuschenberg auf Brenkhausen
    Foto:Katja Krajewski, Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter mbH
  • Weg der Stille zwischen Brenkhausen und Corvey
    / Weg der Stille zwischen Brenkhausen und Corvey
    Foto:Katja Krajewski, Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter mbH
  • Blick in das Wesertal
    / Blick in das Wesertal
    Foto:Dieter Siebeck, HVV Höxter e. V.
  • Schloss Corvey
    / Schloss Corvey
    Foto:Frank Grawe, F.Grawe, www.klosterregion.de
  • Kreuzgang Schloss Corvey
    / Kreuzgang Schloss Corvey
    Foto:Frank Grawe, F.Grawe, www.klosterregion.de
Karte / Weg der Stille - (Schwalenberg nach Corvey) - ökumenischer Pilgerweg
0150300450mkm510152025303540Ev.kerk SchwalenbergAbtei MarienmünsterHungerbergkapelle

Wandern und hören – zu eigenen Quellen finden
Der ca. 40 km lange „Weg der Stille“ verbindet vier außergewöhnliche Orte in einer Urlaubsregion, die sich längst als Wander- und Klosterregion einen Namen gemacht hat. Wander- und Pilgeretappen von jeweils 10 bis 15 Kilometern Länge, gekennzeichnet durch das „Weg-der-Stille-Logo“, führen durch den Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge.

Herrliche Fernsichten, dichte Wälder, schnurgerade Forstwege, aber auch fast vergessene Kirchpfade aus dem Spätmittelalter laden ein, Abstand zu gewinnen von den schnellen Lebensrhythmen unserer Zeit und neu anzukommen bei dem, was Ihnen wichtig ist. Das Thema bestimmen Sie, denn dieser Weg kann vielfältig die Sinne öffnen für neue Botschaften und einen Reichtum an innerer Ruhe und Gelassenheit.

Jeder Zielort (Corvey, Brenkhausen, Marienmünster und Schwalenberg) bietet einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt, den Sie mitnehmen können, von dem Sie auf Ihrem Weg profitieren.

Überall erwartet Sie freundliche Gastlichkeit, wie sie auch schon vor vielen Jahrhunderten gepflegt wurde – zur Stärkung von Leib und Seele.

mittel
40,4km
12:30
831 m
970 m
alle Details
Schwalenberg – lebendige Wasser
Aufbrechen zu neuen Wegen

Ausgangspunkt des ökumenischen Pilgerweges „Weg der Stille“ ist der historische Stadtkern Schwalenbergs mit seinen verwinkelten Gassen und den gepflegten Fachwerkhäusern. Wie ein Schwalbennest schmiegt sich die idyllische Altstadt an den Burgberg, auf dessen Sporn weithin sichtbar die Burg thront.

Der Weg führt Sie zunächst in einer Schleife entlang des Schwalenberger Stadtwassers. Über eine Strecke von 2,2 km führt der offene Wassergraben der Stadt das lebensnotwendige Wasser zu – eine für die Entstehungszeit große Herausforderung, denn der Höhenunterschied beträgt von der Magdalenenquelle bis zum Ortsrand lediglich 10 Meter. Von dort „fällt“ das Wasser weitere 10 m, bis es in der Altstadt auf dem Marktplatz im Volkwin-Brunnen mündet. Die Inschrift des Brunnens erzählt legendenhaft die Entstehung des Stadtwassers. Folgt man dem Verlauf des Wassergrabens in Fließrichtung, so entsteht durch die Topographie des Burgberges und durch das geringe Stromgefälle die optische Täuschung, als fließe das Wasser in Schwalenberg bergauf.

Bevor Sie nun „Aufbrechen zu neuen Wegen“, sollten Sie sich in der Evangelisch-reformierten Kirche Schwalenberg auf den vor Ihnen liegenden Pilgerweg einstimmen. Die Ursprünge der Kirche sind vermutlich auf das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster Burghagen zurückzuführen. Dieses wurde mit dem Aufschwung der Stadt in die „Einsamkeit“ nach Falkenhagen verlegt. Im Inneren der Kirche ist u.a. das Emmaus-Tafelbild im Chorraum (ca. 1670) zu beachten: es zählt zu den bedeutendsten Malereien dieser Zeit im westfälischen Bereich. Das in Öl auf Holz gemalte Bild zeigt den auferstandenen Christus mit den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Wie in dieser Geschichte (Lukas 24, 13-55), geht es beim „Weg der Stille“ nicht nur um das äußere Zurücklegen eines Weges – es geht zugleich und vor allem um einen inneren Prozess.

Durch den Schwalenberger Wald, einem Naturschutzgebiet von europäischer Bedeutung, führt Sie der Weg vorbei an der Oldenburg, dem ehemaligen Stammsitz der Grafen von Schwalenberg. Die Burganlage wurde um 1100 errichtet. Nur wenige hundert Meter entfernt stifteten im Jahr 1128 Graf Widukind I. von Schwalenberg und seine Frau Luchtrudis, geb. von Itter das Benediktinerkloster Marienmünster.

 

Abtei Marienmünster – Reine Klänge
Lauschen in die Stille

Seit Jahren ist die 1128 gegründete Benediktiner-Abtei Marienmünster ein Anziehungspunkt für viele Besucher. Die barocke Klosteranlage mit der Abteikirche im Zentrum (heute: katholische Pfarrkirche) ist eine Stätte der besonderen Begegnung: neben der religiösen Bedeutung als Pilgerstätte in Ruhe und Abgeschiedenheit hat sich ein vielfältiges Musikangebot in Form von Konzerten mit ausgesuchten Künstlern etabliert. Fernab vom Lärm der großen Städte, ausgestattet mit der historischen Johann-Patroclus-Möller-Orgel in einmaligen akustischen Verhältnissen, ist die Abtei Marienmünster über die Region hinaus bekannt.

Von der Abtei Marienmünster führt der Weg zunächst auf den Hungerberg. „Wenn man es erst mal geschafft hat, diesen schweren und steilen Weg hoch zu gehen, ist man zufrieden und spürt die Ruhe und Freiheit. An diesem Punkt ist man dem Himmel besonders nah, man kann tief durchatmen“, so verspricht es eine Meditationsstation neben der Hungerbergkapelle. Und in der Tat, erklimmt man noch den Aussichtsturm, ist der Himmel zum Greifen nah und der Blick reicht bis zum Teutoburger Wald, dem Hermannsdenkmal, über das Steinheimer Becken bis zur Ottensteiner Hochfläche und dem Köterberg.

Wieder unten angelangt, führt der Weg durch eine wunderschöne Allee, vorbei am jüdischen Friedhof und durch den Luftkurort Vörden. In Eilversen können Sie sich auf dem dortigen Rastplatz für den weiteren Wegeverlauf noch einmal ausruhen.

Weiter geht es dann oberhalb der Ortschaft Bremerberg und durch das Heiligengeisterholz, das früher zum Eigentum von Corvey gehörte. Eine alte Geschichte besagt, dass Konrad v. Boffessen (Corveyer Stiftsvasall) auf der Rückkehr vom Kreuzzug im Spital v. HI. Geist in Rom krank gelegen und gelobt habe, nach seiner Genesung in seiner Heimat eine wohltätige Stiftung zu gründen. Er erhielt vom Papst 1216 die Erlaubnis, in Höxter ein Hospiz mit einer Kapelle und Kirchhof zu gründen, das Spital „zum HI. Geist“. Er stattete es mit Grundbesitz aus, wozu auch der danach benannte Wald Heiligengeisterholz gehört haben soll, der dann im Besitz der Stadt Höxter blieb.

Über den historischen Klosterweg geht es weiter zum Koptisch-orthodoxen Kloster Brenkhausen.

 

Kloster Brenkhausen – bei koptischen Christen
Begegnen – Rituale in der Stille

Um 1240 gegründet, wirkten im Kloster Brenkhausen zunächst Zisterzienserinnen und ab 1601 Benediktinerinnen. Die Aufhebung des Konvents im Rahmen der Säkularisation bedeutete für Brenkhausen nicht das Ende der monastischen Tradition: seit 1994 Kloster und Bischofssitz der koptisch-orthodoxen Kirche (* Info: Die koptisch-orthodoxe Kirche ist die ursprüngliche Kirche Ägyptens, die bereits im ersten christlichen Jahrhundert von dem heiligen Evangelisten und Apostel Markus gegründet wurde), entsteht hier inzwischen ein neues religiöses Zentrum. Ägyptische Mönche und ihre Helfer sanieren momentan einen Teil der lange Zeit ungenutzten Gebäude – der Ostflügel und die Kirche waren bereits in den 1970er Jahren von der katholischen Gemeinde übernommen und renoviert worden.

Heute ist die Klosteranlage ein aufstrebender Klosterort mit einem Museum sowie einer Dokumentation der koptischen Kultur. Großgeschrieben wird die Gastfreundschaft: Besucher sind herzlich willkommen und eingeladen, in den Gottesdiensten die Spiritualität der koptischen Kirche zu erfahren.

Von Brenkhausen führt der „Weg der Stille“ weiter zum Naturschutzgebiet Räuschenberg. Von hier oben haben sie einen wunderbaren Blick auf Brenkhausen und das Weserbergland. In sonnenverwöhnter Südhanglage gedeihen hier blütenreiche Magerrasen mit zahlreichen botanischen Kostbarkeiten, unter anderem verschiedene Orchideen. Auffallend für den Räuschenberg ist der sehr hohe Anteil an wärmeliebenden Schmetterlingsarten. Besonders bemerkenswert sind die Vorkommen des Sonnenröschen-Bläulings und des Schwalbenschwanzes. Um die ehemals großen zusammenhängenden Magerrasenflächen in ihrer typischen Ausprägung wiederherzustellen, wird seit 1988 auf dem Räuschenberg wieder eine Beweidung mit Schafen durchgeführt. Dadurch kann sich der Wegeverlauf zeitweise ändern – bitte achten Sie auf entsprechende Hinweisschilder.

Über einen Waldweg gelangen Sie zur Weserbergland-Klinik, von wo aus Sie einen schönen Blick auf die Stadt Höxter und das Wesertal haben. Dies sind die ersten Anzeichen dafür, dass im weiteren Wegeverlauf wieder zunehmend die Geräusche des Alltags Ihre Wahrnehmung bestimmen werden.

 

Ankommen – Aufbrechen
Corvey – der Stille Raum geben

Der Pilgerweg führt nun mitten durch die historische Fachwerkstadt Höxter. Schon von weitem ist die Doppelturmfassade der Kilianikirche erkennbar, und die Dechanei in der Fußgängerzone gehört sicherlich zu den bedeutendsten Gebäuden, die im Stile der Weserrenaissance errichtet wurden. Die zweigiebelige Front mit über 60 Fächerrosetten ist ein Beispiel hervorragender handwerklicher Kunst des 16. Jahrhunderts.

Vorbei am historischen Rathaus kommen Sie anschließend ans Ufer der Weser, der Sie nun bis nach Corvey folgen. Corvey – ehemaliges Benediktinerkloster und heutige Schlossanlage – ist ein bedeutender Ort, der auf einzigartige Weise Kunst, Kultur, Architektur und Geschichte verbindet. Romantisch am Weserbogen gelegen, gilt Corvey heute wie damals als kultureller Leuchtturm, der mit seiner mehr als 1200-jährigen Geschichte weit strahlt und europaweit seinesgleichen sucht. Bauhistorisch ist das karolingische Westwerk aus dem 9. Jahrhundert von herausragender Bedeutung – Corvey ist seit Juni 2014 in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO unter dem Titel "Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey" aufgenommen worden und ist damit die 39. Welterbestätte in Deutschland.

Die Anlage ist ein vielseitiges Ausflugsziel in der Klosterregion des Kulturlandes Kreis Höxter, denn hinter alten Mauern können Besucher auf spannende Entdeckungsreise gehen. Sehenswert sind neben dem karolingischen Westwerk auch die barocke Schlossanlage, der Kreuzgang und die Äbtegalerie sowie der prächtige Kaisersaal und die facettenreichen Prunk- und Wohnräume aus dem 18. und 19. Jahrhundert. In der Fürstlichen Bibliothek, in der einst der Dichter Hoffmann von Fallersleben als Bibliothekar wirkte, haben fast 75.000 Bände in 15 eleganten Sälen ihr Domizil gefunden.

Heute ist Corvey im 21. Jahrhundert angekommen: Ein Ort mit großer Ausstrahlung für Kirche und Gesellschaft. Ein Ort mit großer Gegenwart in Kirche und Schloss. Ein Ort des Glaubens, der Würde und der Künste.

Natürlich können Sie sich auch von Corvey aus auf den Weg machen: auf dem Weg der Stille nach Schwalenberg oder auf dem Jakobsweg nach Spanien. Das westfälische Teilwegstück des Pilgerweges nach Santiago de Compostela wurde im Sommer 2010 neu markiert. Die Etappe beginnt in Corvey und führt auf der historischen Trasse durch die Landschaft der Klosterregion Richtung Paderborn.

 

Klosterorte wie die Abtei Marienmünster oder die ehemalige Benediktinerabtei Corvey – eingebettet in eine weite Klosterlandschaft – laden ein zum bewussten Hören: lassen Sie die Geräusche, die beim Gehen auf den unterschiedlichen Wegebelegen entstehen, auf sich wirken und lauschen Sie der Natur und dem eigenen Atem. Tragen Sie die Bilder und Gedanken, die dabei entstehen, vom Weg in die Stille der Klosterorte und nehmen Sie diese mit in Ihren Alltag: geben Sie der Stille Raum im Alltag!

Schwierigkeitmittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
327 m
89 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
Streckentour
aussichtsreich
kulturell / historisch

Start

Marktstraße, 32816 Schwalenberg (230 m)
Koordinaten:
Geogr. 51.878730 N 9.197288 E
UTM 32U 513580 5747568

Ziel

Corvey, 37671 Höxter

Wegbeschreibung

Der Weg ist in beide Richtungen mit dem Logo "Weg der Stille" gekennzeichnet.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Immer wissen, was fährt: Die Schlaue Nummer für Bus und Bahn in NRW 01803 504030 (Fahrplanauskünfte für 0,09 € / Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 € / Min.)

Anfahrt:

Von Detmold kommend auf der B 239 Richtung Steinheim, weiter über die L 886 Richtung Schieder. In Schieder weiter der L 886 Richtung Schwalenberg folgen. Der Parkplatz befindet sich auf der rechten Seite.

Parken:

Parkplatz an der L 886 (Mengersenstr., 32816 Schwalenberg)

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Schwierigkeitmittel
Strecke40,4 km
Dauer12:30 Std.
Aufstieg831 m
Abstieg970 m

Eigenschaften

aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

Statistik

: Std.
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