© Unbekannt

Stadtrundgangs - Informationstafel "Glashandel"

  • Bad Driburg

Bis nach St. Petersburg Die wirtschaftliche Entwicklung Driburgs ist eng mit der Glasherstellung und dem Glashandel ver...

Bis nach St. Petersburg
Die wirtschaftliche Entwicklung Driburgs ist eng mit der Glasherstellung und dem Glashandel verbunden.
Die großen Holzvorräte der umliegenden Wälder sowie Sand und Kalk waren die Grundlagen für die Entwicklung einer blühenden Glasindustrie. Bereits im 12. Jahrhundert entstanden in der Nähe von Driburg die ersten Wanderglashütten.
Sie zogen dem Brennstoff Holz an stets wechselnden Standorten in den Wäldern der Egge hinterher.
Durch den Anschluss Driburgs an das Eisenbahnnetz (ab 1864) und die Umstellung von Holzkohle auf Steinkohlefeuerung konnten sich Glashütten in der Nähe des Bahnhofs niederlassen. So zum Beispiel die »Glashütte Becker« an der Brakeler
Straße , die »Friedrichshütte« am heutigen Rathausplatz und die »Neue Hütte« an der Bahnhofstraße.
Die Glasindustrie und der Glashandel erfuhren dadurch einen spürbaren Aufschwung.
Um 1900 zählte der Driburger Handelsverein mehr als 100 Glashandelsbetriebe.
Die Glasgüter wurden mit Kiepen, Esel-, Hundeoder Ziegenkarren und später mit Pferdefuhrwerken auf monatelangen Reisen durch ganz Europa transportiert. Die Handelsrouten der Bad Driburger Glashändler reichten von Dänemark bis
nach Bayern sowie von den Beneluxländern bis nach St. Petersburg. Bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein taten die Planwagen ihren Dienst, bis sie von den ersten Motorfahrzeugen abgelöst wurden.

 

Global Player
In der Langen Straße 127 befindet sich von 1902 bis 1972 das Stammhaus der Glashandelsfirma Benedikt Koch jr., die mit ihrer Marke LEONARDO weltbekannt ist. Hinter dem Gebäude lädt heute das Manifattura LeonardoFactory Outlet zum
Stöbern ein. Neben den großen ortsansässigen Unternehmen glaskoch, Ritzenhoff & Breker und TABLEROC sorgen auch mehrere kleinere Glashandelsfirmen dafür, dass Bad Driburg noch heute in puncto Glas zu den bedeutendsten Städten Europas gehört. Bad Driburger Glas wird in die ganze Welt exportiert.
Das Glasmuseum in Bad Driburg (Schulstraße 7) zeigt die Geschichte der Glasstadt, die Arbeit in den Glashütten und das Leben der Glasmacher.

 

Bildquellen: Soweit die Abbildungen nicht anderweitig gekennzeichnet sind,
entstammen diese den Archiven der Stadt Bad Driburg, Meiners, Herzog oder Gehle.

Auf der Karte

Lange Straße

33014 Bad Driburg

Deutschland


Tel.: 05253/98940

Fax: 05253/989424

Webseite: www.bad-driburg.com

Diese Karte verwendet Google Maps. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.


Was möchten Sie als nächstes tun?