16.05.2019

Urlaub in der Heimat

Kurz dem Alltag entfliehen

Erlebnisbericht aus Rietberg

Kurz dem Alltag entfliehen – das war unser Ziel für den 1. Mai. Wir, das sind: Meine Schwester Anna, ihr Mann Tim und ihre beiden Kinder Amelie und Lukas sowie meine Tochter Maja und ich.

Lange haben wir hin und her überlegt, was wir am 1. Mai machen könnten – uns war schnell klar, dass es eine Radtour werden soll, allerdings wollten wir unseren Kindern dieses Jahr am 1. Mai noch ein besonderes Erlebnis bieten. Nach langer Internetrecherche zu Ausflugsmöglichkeiten in der Region waren wir immer noch nicht so recht zufrieden. Dann kam meiner Schwester jedoch die zündende Idee: Eine Übernachtung in den Camping Pods und Hexenhäuschen im Gartenschaupark, quasi Urlaub direkt vor der Haustür. Da die Saison gerade erst begonnen hat, war die Buchung über die Rietberger Touristikinformation glücklicherweise auch spontan möglich, sodass wir am 1. Mai morgens direkt durchstarten konnten.

Los geht's ...

© Gartenschaupark Rietberg GmbH

Unsere Kinder auf die Fahrräder gepackt entschieden wir uns dazu, von zu Hause in Westerwiehe Richtung Steinhorster Becken zu radeln. Da unser Plan ein frühes Mittagessen im Café Brinkmeier direkt am Steinhorster Becken vorgesehen hat, entschieden wir uns auf dem Hinweg für den kürzesten Weg. Vorbei an der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius führte uns unser Weg über die Lipplinger- und Ziegelleistraße zum Naturschutzgebiet Steinhorster Becken. Angekommen stellten wir unsere Fahrräder ab und machten einen kleinen Spaziergang über die Deichanlangen und mehrere Pättkeswege. Wir waren begeistert von der unberührten Natur, während unsere Kinder frei herumlaufen konnten und von den vielen unterschiedlichen Vogelarten fasziniert waren. Das Highlight jedoch war natürlich der Aussichtsturm, von dem aus man das ganze Areal überblicken konnte. Nach dem Mittagessen begaben wir uns auf den Weg Richtung Rietberg.

Über den Emsradweg zurück nach Rietberg

Zurück über die Lipplinger Straße bogen wir links ab in die Straße „Im Winkel“ und entschieden uns über den Emsradweg zu radeln – hier erwarteten uns idyllische Wege entlang der Ems, viel Grün, kaum Besiedlung – Natur pur – einfach grandios! An „Antfängers Mühle“ legten wir eine kurze Verschnaufpause ein. Übrigens: Die Mühle stammt aus dem Jahre 1750. Sie gilt als die jüngste der Rietberger Emsmühlen. Der Name "Antfänger" bedeutet "Entenfänger" und deutet darauf hin, dass hier früher Wildentenfang betrieben wurde. Seit 1975 stehen die Räder der Mühle jedoch vollständig still. Heute ist ein Bio-Bauer in dem unter Denkmalschutz gestellten Natursteinbau tätig.

Weiter geht's ...

© Gartenschaupark Rietberg GmbH

Durch die Marken führte uns unser Weg durch das europaweit bedeutsame Naturschutzgebiet „Rietberger Emsniederungen“. Es beherbergt eine Vielzahl gefährdeter Pflanzen- und Vogelarten, sodass es auch hier viel zu sehen gab. Entlang der Teichwiesen radelten wir bis zum Haupteingang des Rietberger Gartenschauparks vorbei am Naturschutzgebiet „Rietberger Fischteiche“, welches das Gut Rietberg umschließt. Auch hier hat man von einem weiteren Aussichtspunkt einen herrlichen Ausblick.

Spiel und Spaß im Gartenschaupark

© Gartenschaupark Rietberg GmbH

Im Park angekommen erwartete die Kids das nächste Highlight – das „Dschungelcamp“, eine Kinderveranstaltung, die an diesem Tag im Parkteil Mitte stattgefunden hat und zahlreiche Familien mit Kindern anlockte. Während die Kids auf dem Dschungelpfad abenteuerliche Herausforderungen bestehen und Lianen, Tiere und wildwachsende Grünpflanzen „bezwingen“ mussten, saßen wir bei einem kühlen Getränk in den Liegestühlen am Untersee und haben die Sonne genossen.

Abenteuer Camping Pods und Hexenhäuschen

© Gartenschaupark Rietberg GmbH

Ausgetobt und hungrig machten wir uns am frühen Abend durch den Park auf den kurzen Fußweg zu den Camping Pods und Hexenhäuschen. Vom Spaziergang durch den Park waren die Kinder erst wenig begeistert – als wir dann aber vor den Camping Pods stehenblieben und von unserer Überraschung erzählten, bekamen alle drei ganz große Augen und die Aufregung war natürlich riesengroß. Die Schlüssel in die Hand gedrückt wurden die Schlafstätten als erstes von uns begutachtet. Amelie und Maja sausten direkt Richtung Hexenhäuschen, welches wie im Märchen – schief und krumm und etwas versteckt – im Weidenwald verborgen liegt. Tim und Lukas erkundeten zeitglich den Camping Pod, der aussieht wie ein halbrundes Holzfässchen. Von außen sah der Pod recht klein aus, doch wir wurden schnell eines Besseren belehrt. Innen war der Pod in zwei kleine Räume unterteilt – ein Schlafraum mit 2-Etagen-Doppelbetten sowie ein kleiner Vorraum mit Sitzmöglichkeiten und einem kleinen Tisch. Besonders schön fanden wir die liebevolle Dekoration in beiden „Häuschen“, welche für eine besonders urige und gemütliche Atmosphäre sorgte.

© Gartenschaupark Rietberg GmbH

Nachdem die Kids eifrig darüber verhandelt hatten, wer wo übernachtet (meine Tochter und ich im Hexenhäuschen und die Familie meiner Schwester im Camping Pod), holten wir Frauen die Schlafsachen aus dem Aufenthaltspavillon und mein Schwager schmiss den Grill an, um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Wir holten unsere vorbereiteten Salate, Grillgut und Getränke aus dem Kühlschrank und bauten draußen im Grünen auf den Picknickbänken ein ausgiebiges Grillbuffet auf. Nach dem Abendessen war für die Kids natürlich noch lange kein Schlafen in Sicht, schließlich mussten alle Spiele und Spielgeräte ausprobiert werden, die es vor Ort gibt: Kicker, Tischtennisplatte, Badminton, Fußball und sogar ein, zwei Gesellschaftsspiele.

Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, hatten wir für die Kinder noch eine letzte Überraschung parat: Lagerfeuer und Stockbrot. Die Männer brachten das Feuer zum zündeln, während wir Mädels das Stockbrot vorbereiten. Am Lagerfeuer gekuschelt ließen wir uns das Stockbrot schmecken und blickten freudestrahlend auf den tollen Tag zurück…

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