Kath. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (1698) in Beverungen

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Kirche
Beverungen besaß bereits im Mittelalter eine Pfarrkirche. Diese wurde jedoch während des Dreißigjährigen Krieges so sta...
Beverungen besaß bereits im Mittelalter eine Pfarrkirche. Diese wurde jedoch während des Dreißigjährigen Krieges so stark beschädigt, dass sie völlig abgerissen werden musste.

Der Bau der jetzigen Kirche erfolgte gegen Ende des 17. Jahrhunderts durch den Tiroler Baumeister Marcus Weyrather. Eine seiner Enkelinnen - Maria Wilhelmine Weyrather, 1742 geboren - ist die Ururgroßmutter des Heidedichters Hermann Löns gewesen.

Erhebliche Mittel zum Kirchenbau haben die damaligen Landesherren Ferdinand II. von Fürstenberg (Regierungszeit: 1661-1683) und Hermann Werner, Freiherr von Wolff-Metternich zu Gracht (1683-1714) beigesteuert.

Von außen macht das Kirchengebäude fast einen romanischen Eindruck, was vor allem durch den massiven vierkantigen Westturm mit seinen lang gezogenen Rundbogenfenstern und seiner geschwungenen Turmhaube hervorgerufen wird. Das Raumbild der Kirche selbst ist geprägt durch Einschiffigkeit, gegliedert durch Kreuzrippengewölbe mit Gurtbogen, Pilaster (Wandpfeiler) mit recht einfach profilierten Kapitellen, dem dreiseitig geschlossenen Altarraum und der westlichen Turmhalle.

Das Altarbild (Motiv: Die Heilige Familie) wurde 1681 von dem Brakeler Künstler und Paderborner Kirchenmaler Johann Georg Rudolpghi gemalt. Das Bild tritt deutlich betont heraus, wird es doch an jeder Seite von zwei hintereinander gestaffelten Säulen mit reichen Kapitellen und einer Plastik flankiert, die es regelrecht einrahmen und ein harmonisches Gesamtwerk entstehen lassen.

Analog zum Hauptaltar sind auch die beiden Seitenaltäre aufgebaut. Allerdings wird das Mittelbild jeweils nur durch eine Säule, aber ebenfalls von zwei Statuen eingerahmt.

Die herrlichen geschnitzten Eichenwangen an den Kirchenbänken stammen noch aus der 1682-1698 erbauten Kirche. Lediglich die Rückenlehnen der Bänke sind in den 1970er Jahren erneuert worden. Sieht man von den Fenstern ab, hat sich die einschiffige Hallenkirche seit dem 17. Jh. baulich kaum verändert.

Eine ausführliche Beschreibung der Kirche findet sich in der Broschüre "Stadt Beverungen - Rundgang durch die Weserstadt und ihre wechselvolle Geschichte", die es kostenlos in der Tourist Information Beverungen gibt.

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