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Marktkirche St. Johann

  • Lage

Die Marktkirche wurde um 900 nach Christus erbaut und Johannes dem Täufer geweiht. Es gab insgesamt 9 verschiedene Bauperioden. Die erste Kirche wurde als rechteckige Saalkirche mit einer flachen Holzdecke und einem eingezogenen quadratischen Chor errichtet. Sie ist älter als die Kirchen in Heiligenkirchen, Heiden und Schlangen, die eine halbrunde Apsis aufweisen. Die Marktkirche könnte aus der gleichen Zeit wie die Kirche in Stapelage stammen, die ihrerseits jedoch etwas älter ist.

In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die Saalkirche zu einer romanischen einschiffigen Kirche umgebaut. Gleichzeitig wurde der heute noch bestehende Westturm errichtet. Der Chorraum erhielt seine heutige Gestalt um 1300. Der Umbau zum heutigen spätgotischen dreischiffigen Hallenlanghaus erfolgte im 15. Jahrhundert. Nach der Inschrift an einem Strebepfeiler wurde diese Arbeit 1471 beendet.

Die Marktkirche besitzt eine der ältesten Kirchenglocken Lippes. Sie wurde im Jahr 1518 gegossen, hat einen Durchmesser von 1,45 Meter und trägt den Namen „Maria“.Die Barockorgel gehört zu den besten in Lippe und stammt aus dem Jahr 1707. Die festungsartige Kirchenanlage bot der Bevölkerung immer wieder Schutz wie beim Böhmeneinfall 1447. Mehrfach wurde die Kirche aber auch geplündert wie 1623 unter Tilly. Bekannt ist aus der Geschichte der Marktkirche, daß die Leineweber vor dem Franzoseneinfall 1679 ihre Webstühle im Dunkel der Kirche versteckten.

In Kriegszeiten, wenn Werber durch den Flecken zogen, um Soldaten zu rekrutieren, verbargen sich die Lagenser Jungen über den Kirchengewölben. In der Reformationszeit übernahm ganz Lage zunächst den lutherischen und später den reformierten Glauben.

Kunststation 1: Angelika Leßmeier

Vita:

Geboren 1956 in Detmold. 1977 – 1984 Studium und Examen in den Fächern Kunst und ev. Theologie. Seit 1991 im Schuldienst. Gründungsmitglied der Gruppe bildender Künstlerinnen „pickArt“. 2000 Gründung der Ateliergemeinschaft „e7“.

Künstlerische Schwerpunkte: Malerei

Zum Bild:

Angelika Leßmeier ist in ihrer Kunst kompromisslos. Dies fängt schon bei den Formaten ihrer Bilder an. Große Formate verkaufen sich schlecht, dennoch können für sie Bilder nicht groß genug sein. Zwar malt sie auch auf kleinen Formaten, aber dort lassen sich Emotionen eher beherrschen. Bei den großformatigen Bildern dagegen beherrschen die Bilder den betrachter. In ihren Arbeiten kombiniert Angelika Leßmeier viel: Struktur, Fläche und das Element des Realistischen sowie malerische Elemente sollen kompositorisch vereint werden. Die Künstlerin bevorzugt Acrylfareb, die sie auch mit Papier und sand verarbeitet, um Strukturen zu schaffen. Außerdem malt sie gerne in mehreren Schichten, dadurch lebt die Farbe mehr.  

Für die Lagenser Ansichten hat die Künstlerin die Marktkirche gewählt. Die Marktkirche war für sie schon immer faszinierend. Die fraben, die Formen, die Strukturen der Wände und die Ornamente. Bevor sie ihr Bild begann fertigte sie zunächst mehrere Entwürfe und machte Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln. Entstanden ist ein Bild, das eine Komposition ist. Es strahlt Trost aus, den Trost, den Menschen an einem Ort wie der Marktkirche suchen und manchmal auch finden. Und Ruhe liegt in dem Bild. Keine Ruhe, die Stillstand bedeutet, sondern das Sprichwort wiedergibt "In der Ruhe liegt die Kraft“. Die Marktkirche ist mehr als ein Gebäude, ein Ort, in dem Menschen ihrer Seele Raum geben.

Auf der Karte

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