Husenmühle im Nachtigallental - Westfälische Mühlenstraße Nr. 34

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Mühle
Die Husen Mühle liegt im idyllischen Nachtigallental in Hüllhorst im Mühlenkreis Minden-Lübbecke.  Sie ist Teil der Westfälischen Mühlenstraße mit 43 restaurierten Wind-, Wasser-, Rossmühlen und einer Schiffsmühle.

Die Husen Mühle stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie hat ein oberschlächtiges Wasserrad mit einem Durchmesser von 4  Metern, das vom Wasser des Lusbaches angetrieben wird.

Bereits 1646 wurde die Husen Mühle urkundlich erwähnt. Eigentümer war über lange Jahre das Adelsgeschlecht der Familie von Schloen, genannt Tribbe, deren Stammsitz das Gut Husen war. 
Die Mühle wurde bis 1961 betrieben und 1975 durch einen Brand schwer beschädigt. Im Jahre 1982 wurden Umbauten und eine Nutzungsänderung für das historische Gebäude genehmigt. Seinerzeit errichtete Erhard Held als neuer Eigentümer das Gebäude auf den gut erhaltenen Grundmauern originalgetreu nach und erneuerte auch die Mühleneinrichtung.

Mittlerweile ist die Mühle in Privatbesitz.

Bereits 1646 wurde die Husenmühle im Nachtigallental erwähnt. Eigentümer war über lange Jahre das Adelsgeschlecht der Familie von Schloen, genannt Tribbe, deren Stammsitz das Gut Husen war.

Erst 1982, nach langwierigen behördlichen Abstimmungen und mehreren Gerichtsprozessen, konnten die Umbaumaßnahmen abgestimmt werden, die dann schließlich zu einer Baugenehmigung und Nutzungsänderung führten.

Als neuer Eigentümer errichtete Erhard Held das Gebäude auf den gut erhaltenen Grundmauern originalgetreu nach und erneuerte auch die Mühleneinrichtung. Seit 1986 steht die Husenmühle unter Denkmalschutz und konnte schließlich ab 1987 nach fünfjähriger Restaurierung gastronomisch genutzt werden bis sie nur noch als Privatbesitz fungiert.

Die Husenmühle ist Teil der Westfälischen Mühlenstraße des Mühlenkreises Minden-Lübbecke.

Nähere Informationen zur Mühlenroute, den Mühlen sowie den Mahl- und Backtagen:

www.muehlenkreis.de

www.muehlenverein-minden-luebbecke.de

Exkurs: Wassermühlen

Wind- oder Wassermühlen sind Zeugen der Entwicklungsgeschichte der Menschheit und als die ältesten Maschinen der Welt ein besonderer Teil der Technikentwicklung. Am ältesten sind die Wassermühlen. Vor etwa 4000 Jahren begann in Kleinasien ihre Geschichte.

Bei Wassermühlen wird zwischen folgenden Arten von Wasserrädern unterschieden:

- oberschlächtiges Wasserrad

- mittelschlächtiges Wasserrad

- unterschlächtiges Wasserrad

Das Wasserrad sitzt auf einer Welle aus Eichenholz, die so genannte Königswelle. Sobald sich das Wasserrad dreht, treibt es die gesamte Mühlenkonstruktion an. Zu einem Mahlgang gehören zwei Mühlsteine. Der untere (Bodenstein) steht still, während sich der obere (Läuferstein), angetrieben durch die Wasserkraft, dreht. In die Gosse durch den Rüttelstuhl gelangt das Getreide zwischen die Mühlsteine und wird zerrieben. Nach dem ersten Mahlgang, dem Schrotgang, ist das Getreide in halbe bis achtel Körner zerlegt. Um Mehl zu erhalten muss das geschrotete Korn sieben- bis achtmal durch den Rüttelstuhl und zwischen den Steinen klein gerieben werden.

Auch Mühlsteine werden stumpf. Um sie zu schärfen wird der Läuferstein in den Mühlsteingalgen eingehängt, hochgezogen, gewendet und zur Seite bewegt, um anschließend mit Picke und Kraushammer geschärft zu werden.


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Nachtigallental 5
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