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31.03.2021

Naturerlebnispfad am Schildberg

Wandertour auf dem Schildberg

© Lügde Marketing e.V.

Startpunkt unserer heutigen Wanderung ist der Parkplatz am Schildweg in Lügde. Es ist ein warmer Herbsttag, die Blätter an den Bäumen sind schon fast alle abgefallen, aber die Sonnenstrahlen nutzen wir für eine knapp 4 Kilometer lange Wanderung. Mit ungefähr 135 Höhenmetern ist die Wanderung auch für meine Tochter geeignet – und wie wir im Nachhinein feststellen werden: diese Tour ist ein echtes Familien-Highlight. Na, neugierig auf die Geheimnisse des Waldes? Dann starten wir mal.

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Es ist ein warmer Herbsttag, die Blätter an den Bäumen sind schon fast alle abgefallen, aber die Sonnenstrahlen nutzen wir für eine knapp 4 Kilometer lange Wanderung. Mit ungefähr 135 Höhenmetern ist die Wanderung auch für meine Tochter geeignet – und wie wir im Nachhinein feststellen werden: diese Tour ist ein echtes Familien-Highlight. Na, neugierig auf die Geheimnisse des Waldes? Dann starten wir mal. Nach ein paar Hundert Metern erreichen wir bereits die erste Etappe: „Wie verhalte ich mich im Wald?“.

 

Ausruhen wollen wir uns noch nicht, aber wir halten und lesen uns das Bankrückenschild einmal durch. Wie der Name schon verrät, werden hier wichtige Punkte erläutert, was im Wald erlaubt ist und was nicht. Falls Ihr zum Beispiel einen Wanderstock braucht, dann nehmt lieber einen Stock vom Boden und reißt keinen Ast von einem Baum ab. Vor allem für meine Tochter ist das ein wichtiges Hinweisschild – so lernt sie jetzt schon mal, worauf sie im Wald achten sollte.

 

Wir erreichen den Wald und haben auf dem Weg tatsächlich einen perfekten Wanderstock gefunden. Ein stämmiger Ast am Wegesrand, den ich mir doch direkt schnappe. Jetzt fühle ich mich irgendwie wie eine richtige Wanderin…

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Und schon kommen wir zur nächsten Erlebnisstation – eine Vogelstimmenuhr. Ein super Ausgleich für meine Tochter, nach dem Lesestoff der ersten Station. Hier kann auf verschiedene Tasten gedrückt werden, worauf die Stimmen der jeweiligen Vögel erklingen. Mit passenden Bildern können die Kleinen, aber auch die Großen, einige Vogelarten kennen lernen. Kennt Ihr zum Beispiel den Zilpzalp?

 

Hier erfahren wir echt spannende Fakten über die Buche und können sogar noch einen herrlichen Ausblick genießen. Nach dem kleinen Snack geht meine Tochter direkt zu dem Baumtelefon, das hier auch steht. Ihr möchtet auch mit einem Baum telefonieren? Dann kann ich Euch diesen Wanderweg nur empfehlen!

 

Weiter geht’s bergauf. Da die Bäume kaum noch Blätter haben, kommen die Sonnenstrahlen immer mal wieder durch. Was für ein herrliches Gefühl.

 

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Von weitem können wir die nächste Station bereits entdecken – ein Dendrophon. Wir hätten noch einige Meter vor uns gehabt, aber meine Tochter lässt meine Hand los und rennt zum Dendrophon. Sofort nimmt sie den „Stick“ in die Hand und klopft an die verschiedenen Holzstämme. Wie unterschiedlich z.B. Pappel und Kiefer klingen ist echt erstaunlich.

 

Wir gehen nochmal knapp 700 Meter weiter, vorbei am nächsten Bankrückenschild „Leben mit und aus dem Wald“. Hier kann man interessante Dinge erlesen, wie unsere Vorfahren sich den Wald zu nutzen gemacht haben. Anschließend kommen wir zu der Schutzhütte an der Schildburg. Wären wir jetzt von einem Regenschauer überrascht worden, hätten wir hier definitiv Unterschlupf gefunden. Aber da es nicht regnet, lesen wir uns das Schild an der Außenseite der Schutzhütte einmal durch – beziehungsweise ich lese vor und meine Tochter hört zu und schaut sich um. Genau hier befinden wir uns etwa 240 Meter über Normal-Null. Wir sind also fast an der höchsten Stelle des Schildberges. Die höchste Stelle kommt nur ein paar Schritte weiter: 254 Meter über Normal-Null.

 

Laut dem Schild befand sich nur ein paar Meter weiter im Wald eine kleine Ringwallanlage, die sogenannte Schildburg. Der Bau der Anlage war etwa im 10. / 11. Jahrhundert. Aber Grundrisse können noch erkannt werden – auch wir haben einen Blick hinein gewagt. Die Schildburg liegt zwar nicht auf dem Weg, aber ein paar Meter in den Wald hinein können wir noch Gräben und Aufschüttungen erkennen. Sich vorzustellen, dass hier einst Menschen gelebt haben ist wirklich spannend!

 

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Wir gelangen zur nächsten Erlebnisstation, die meiner Meinung nach auch für die Erwachsenen unter uns lehrreich ist. „Wer springt wie weit?“ heißt die Station.

Hier kann man sich im Weitsprung versuchen – zuerst ist meine Tochter dran. Und anschließend versuche ich mein Glück. Neben dem Sprungfeld stehen Infotafeln, die die Sprungfähigkeit verschiedener Tiere markieren. Ich liege von der Länge her fast gleichauf mit dem Baummarder… ob das gut ist? Aber das erstaunlichste, was wir hier lernen durften: ein Wildschwein kann bis zu 4 Meter weit springen.

 

Auch nach gefühlt 20 Sprüngen, schaffen wir es nicht so weit, wie ein Wildschwein. Wir geben auf und folgen dem Wanderweg. Mittlerweile haben wir schon mehr als die Hälfte geschafft und durch die zahlreichen interessanten Erlebnisstationen verging die Zeit wie im Flug. Vorbei am nächsten Bankrückenschild „Von Hexen und seltsamen Steinen“, den wir uns auch kurz durchlesen, kommen wir nach ein paar Metern weiter zum Natur-Memory. Wir spielen gegeneinander, wer zuerst die meisten Pärchen beisammen hat. Meine Tochter hat mich haushoch geschlagen. Ich bin definitiv aus der Übung…

 

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Jetzt beginnt der Abstieg. Entlang des gesamten Wanderweges haben wir übrigens immer mal wieder „Baumtafeln“ entdeckt. Mit wissenswerten Informationen, einem Steckbrief und noch vielem mehr. Die Tafeln sind immer aus Sicht der Bäume geschrieben – also super für Kinder. Aber auch mit vielen Fakten, die für Erwachsene bestimmt neu sind. Oder wusstet Ihr etwa, dass der älteste Baum der Welt 9.550 Jahre alt ist?

 

Am Ende der Wanderung angelangt, gehen wir einen kleinen Schlenker links hoch und kommen auch wieder zum Startpunkt der Wanderung. Meinen Wanderstock lehne ich an die Wandertafel für die nächste Wanderin / den nächsten Wanderer.

 

Bevor wir uns auf den Heimweg machen, lassen wir die Wanderung nochmal kurz Revue passieren. Wir sind uns einig, dass der Naturerlebnispfad am Schildberg ein super Ausflugsziel und Wanderweg für Groß und Klein ist. Die Länge ist ideal für Kinder oder für die kleine Wanderung für zwischendurch. Die Erlebnisstationen sind mit viel Liebe ausgewählt worden und sorgen, meiner Meinung nach, für das gewisse Etwas. Es gibt viel zu entdecken, aber auch vieles zu Lernen – man kann mit allen Sinnen die Tier- und Pflanzenwelt des Waldes erkunden.

 

Wir sagen auf Wiedersehen – und bestimmt bis bald, Lügde!

Übrigens: der Wanderweg kann bei trockenem Wetter sicherlich auch mit einem Kinderwagen befahren werden. Und in der Tourist-Information im Lügder Rathaus gibt es Entdeckerwesten für Kinder zum Ausleihen.

 

 

 

 

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