Der hl. Liborius - Schutzheiliger von Paderborn

Kirche
Historische Stätte
Der heilige Liborius ist der Schutzpatron von Stadt und Erzbistum Paderborn – und eine Figur mit lebendiger Geschichte, die bis ins 4. Jahrhundert zurückreicht. Lebendig, griffig und mit echter regionaler Bedeutung verbindet Liborius historische Wurzeln, außergewöhnliche Geschichten und bis heute gelebte Traditionen.

Liborius war Bischof von Le Mans im damaligen Gallien (heutiges Frankreich) und ein Zeitgenosse des heiligen Martin von Tours. Nach einem langen Leben als Seelsorger und Glaubensstifter starb er um das Jahr 397. Seine Reliquien – also seine Gebeine – wurden im Jahr 836 n.Chr. feierlich von Le Mans nach Paderborn gebracht, um die junge Kirche im Osten zu stärken. Seitdem gilt er als Patron der Stadt und des Bistums.


Im Jahr 836 erhielt Bischof Badurad von Paderborn die Gebeine des Heiligen aus Le Mans. Die Reliquienüberführung war mehr als ein kirchlicher Akt – sie begründete den „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ zwischen den Kirchen von Paderborn und Le Mans, eine der ältesten Städtepartnerschaften der Welt. Seit dem 23. Juli 836 wird dieses Ereignis jedes Jahr mit dem neuntägigen Liborifest gefeiert – heute eines der größten Volksfeste in Westfalen.

Mit dem heiligen Liborius ist bis heute der Pfau verbunden. Der Legende nach soll bei der Überführung seiner Reliquien im Jahr 836 ein Pfau der Gesandtschaft von Le Mans nach Paderborn vorausgeflogen sein. In Paderborn angekommen, habe er sich auf den Dom gesetzt und sei dort tot herabgefallen – als Zeichen, dass sein Auftrag erfüllt war. Seitdem gilt der Pfau als Attribut des Heiligen und begegnet Besucherinnen und Besuchern in Darstellungen, bei Prozessionen und im Stadtbild immer wieder als symbolisches Erkennungszeichen.

Die Gebeine des Heiligen werden bis heute im kostbaren Schrein aufbewahrt, der sich in der Krypta des Dom St. Maria, St. Liborius und St. Kilian im Zentrum von Paderborn befindet. 

Die Reliquien des heiligen Liborius werden im Hoher Dom St. Maria, St. Liborius und St. Kilian aufbewahrt – allerdings nicht dauerhaft im bekannten großen Schrein. Sie befinden sich in einem kleinen Ebenholzkasten im Altar der Krypta.

Nur zu den alljährlichen Liborifeierlichkeiten werden die Reliquien des heiligen Liborius in den großen vergoldeten Silberschrein übertragen. Dessen feierliche Erhebung und Aussetzung hinter dem Hochaltar im Hoher Dom St. Maria, St. Liborius und St. Kilian bildet Jahr für Jahr den eindrucksvollen Auftakt des Liborifestes. Ein weiterer Höhepunkt ist die anschließende Prozession: Begleitet von Geistlichen, Vereinen, Musikgruppen und zahlreichen Gläubigen wird der Schrein durch die Stadt getragen. So verbinden sich geistliches Ritual und städtische Identität – sichtbar gelebte Tradition und Gemeinschaft, die Libori bis heute prägen.


Gut zu wissen

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