Eva Grubinger - Cauda Pavonis
Eva Grubinger transformiert Dinge und Materialien, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, zu vieldeutigen Konstellationen. Durch ihre künstlerischen Eingriffe treten verborgene kulturelle Muster und historische Kontinuitäten hervor.
Der Ausstellungstitel Cauda Pavonis – der Pfauenschweif – bezeichnet in der Alchemie jenen Moment, in dem eine Substanz im Verlauf ihrer Umwandlung in schillernden Farben erscheint. Er markiert eine instabile Phase zwischen Auflösung und Neuformierung – einen Zustand, in dem sich Möglichkeiten öffnen, ohne bereits festgelegt zu sein.
Die historische Schlossküche des 17. Jahrhunderts – ein Ort der Hitze und der kontrollierten Transformation von Stoffen – bildet den Rahmen der Ausstellung. In ihr verdichten sich Fragen nach den Bedingungen von Verwandlung, nach Prozessen des Trennens, Umwandelns und Neuordnens.
Grubingers Arbeiten bewegen sich zwischen Alltagsgegenstand und rituellem Objekt. In ihnen überlagern sich unterschiedliche ikonografische und materielle Bezugssysteme und verweisen auf ein Denken, in dem Materie und Geist, Natur und Kultur nicht getrennt sind, sondern in wechselseitiger Abhängigkeit stehen.
In einer Gegenwart, die von Ressourcenextraktion, ökologischer Krise und einem instrumentellen Verhältnis zur Natur geprägt ist, gewinnt diese Perspektive an Dringlichkeit. Verwandlung erscheint hier nicht als abgeschlossener Vorgang, sondern als offener Prozess – und als Voraussetzung für eine andere Form des Zusammenlebens.
Besuch der Ausstellung während der Öffnungszeiten des Fürstlichen Residenzschlosses Detmold
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