Hermannshöhen - Etappe 12 von Willebadessen nach Blankenrode

  • Start: Willebadessen, Sendeturm
  • Ziel: Lichtenau-Blankenrode
  • mittel
  • 19,46 km
  • 6 Std. 30 Min.
  • 276 m
  • 426 m
  • 272 m
  • 80 / 100
  • 60 / 100

Beste Jahreszeit

Diese Etappe auf dem Eggeweg verläuft in sanften Schwüngen über die Egge durch eine fast menschenleere Landschaft. Der Eggeweg führt als Klippenweg immer wieder dicht an die schroffen Felshänge der Egge heran. Das naturnahe Gebiet ist zum Großteil als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen und bietet Lebensraum für Schwarzstorch und co.

Ein guter Einstieg in den Tag ist eine Besichtigung der Willebadessener Klosteranlage mit ihrem internationalen Skulpturenpark. Von hier aus geht es mit dem Zugangsweg Richtung Fernmeldeturm hinauf zur Egge. Hinter dem Bahnhof kreuzen Sie die Straße links in den Wald.

Unbedingt sollten Sie auf dieser Etappe auch einen kurzen Abstecher zur wild romantischen Schlucht der "Alten Eisenbahn" mit ihren schroffen Klippen und dunklen Gewässern machen. Das Naturdenkmal ist das Ergebnis früherer Tunnelbauten, die jedoch aufgrund von Wassereinbrüchen und Schwierigkeiten beim Streckenbau eingestellt wurden.

Auf den Spuren der Sachsen führt Sie der Eggeweg weiter auf dem Kamm zum "Kleinen Herrgott", den Resten eines Steindenkmals. Oberhalb der schroffen Sandsteinfelsen der Teutonia Klippen führt der Weg direkt durch einen Buchenwald. Die ca. 15 m hohe, steil abfallende Felswand der Klippen bietet lohnende Ausblicke – sowohl in den Landschaftsraum des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge als auch in den Abgrund auf die beeindruckenden Felsformationen und die herabgestürzten, massigen Gesteinsbrocken. Das Gelände liegt im Bereich einer aufgegebenen Eisenerzgrube. An den ehemaligen Abbaustellen finden sich noch heute eingestürzte Stollen, Gruben, Halden und Pingen als Zeugen der Eisenindustrie. Durch den Aufkauf des Waldes durch die Teutonia Gesellschaft erhielt das heute naturnahe und urwüchsige Gebiet rund um den Klippenbereich den Namen Teutonia Klippen. Viele Quellaustritte - umgeben von üppiger Krautvegetation wie Farnen, Schachtelhalmen und Sauergräsern - sowie eine vielfältige Vegetation bilden eine bemerkenswerte Landschaft.

Machen Sie Ihre Rast am Aussichtsturm "Bierbaums Nagel", von wo sie bei gutem Wetter einen herrlichen Ausblick erwarten dürfen.

Vorbei geht es am Klippen- und Felsenmeer, deren Hänge schroffe Sandsteinfelsen bedecken. Vom Gipfel der „Nadel“ – der dreieckige „Natelenstein“ gab der Berghöhe den Namen – verlassen Sie schließlich über einen steilen Pfad den Gebirgskamm der Egge und steigen in das als europäisches Schutzgebiet ausgewiesene Schwarzbachtal hinab. Die naturnahen Laubwälder mit zahlreichen Bächen stellen eines der bedeutendsten Verbreitungsgebiete des Schwarzstorches in Nordrhein-Westfalen dar. Weitere Abstecher zum ehemaligen Kloster Hardehausen, welches 1140 gegründet das erste Zisterzienserkloster in Westfalen war, oder zum weitläufigen Wisentgehege am Waldinformationszentrum Hammerhof bei Warburg-Scherfede sind empfehlenswert.

Auf dem weiteren Weg erwartet Sie mit der mittelalterlichen Stadtwüstung von Blankenrode eine kulturhistorische Attraktion. Urkundlich erwähnt wird 836 n. Chr. der Ort Snevede, "an den Quellen der Altenau gelegen". Um 1250 n. Chr. gründete der Fürstbischof von Paderborn die Burgstadt Blankenrode auf einem Bergkopf der Egge als Grenzfestung gegen den Grafen von Waldeck. Obwohl die ehemalige Grenzstadt bereits 1390 vollständig zerstört wurde, zeugen vereinzelte Wall-, Graben- und Mauerreste noch heute von der einstigen Existenz der Stadt. Anschließend erreichen Sie die heutige Ortschaft Blankenrode, in der unsere Etappe endet.

Einen Vorgeschmack auf die nächste Etappe bietet das unmittelbar an den Ort anschließende Naturschutzgebiet „Bleikuhlen“, wo bis in die 1930er Jahre Blei und Zinkerz gewonnen wurde. Auf den schwermetallhaltigen Böden findet sich das blau bis violett blühende Galmeiveilchen, das als endemische Art nur an dieser Stelle in Europa vorkommt.

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Wegpunkte der Route

Willebadessen

Bahnhof Willebadessen

Service: Nein Parkplätze: Ja Fahrrad-Stellplätze: Ja ÖPNV-Anbindung: Ja Taxi am Bahnhof: Nein Fahrradverleih: Nein Toil...

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Willebadessen

Ehemaliges Benediktinerinnenkloster Willebadessen

Die barocke Klosteranlage des 1149 gegründeten ehemaligen Benediktinerinnenklosters mit Konventsgebäuden und romanische...

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Willebadessen

Johann Kiene Hütte (Rettungspunkt 17)

Frei zugängliche Schutzhütte am Eggeweg. Die Johann Kiene Hütte ist ein registrierter Rettungspunkt am Eggeweg. Geben...

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Willebadessen

Alte Eisenbahn Schutzhütte (Rettungspunkt 18)

Frei zugängliche Schutzhütte am Eggeweg. Die Alte-Eisenbahn-Hütte ist ein registrierter Rettungspunkt am Eggeweg. Ge...

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Willebadessen

Kleiner Herrgott bei Willebadessen

Die Sage vom ,,kleinen Herrgott" In der Nähe der Karlsschanze soll Kaiser Karl bei der Einführung des Christentums ein...

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Krollhütte (Rettungspunkt 19)

Frei zugängliche Schutzhütte am Eggeweg. Die Krollhütte ist ein registrierter Rettungspunkt am Eggeweg. Geben Sie im...

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Willebadessen

Bierbaums Nagel

1849 ließ Julius Bierbaum, Bankier und Besitzer des Guts Borlinghausen, den Aussichtsturm bauen, um der armen Landbevöl...

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Borlinghauser Hütte (Rettungspunkt 20)

Frei zugängliche Schutzhütte am Eggeweg. Die Bolinghauser Hütte ist ein registrierter Rettungspunkt am Eggeweg. Geben S...

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Bördenweg Nadel (Rettungspunkt 21)

Rettungspunkt am Eggeweg. Die Bördenweg Nadel ist ein registrierter Rettungspunkt am Eggeweg. Geben Sie im Notfall ...

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Roters Eiche Hütte (Rettungspunkt 22)

Frei zugängliche Schutzhütte am Eggeweg. Die Roters Eiche Hütte ist ein registrierter Rettungspunkt am Eggeweg. Geben S...

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Mittelwald Hütte (Rettungspunkt 23)

Frei zugängliche Schutzhütte am Eggeweg. Die Mittelwald Hütte ist ein registrierter Rettungspunkt am Eggeweg. Geben Sie...

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Stadtwüstung Blankenrode

Sie gilt als prägnanteste Stadtwüstung Mitteleuropas. Obwohl die ehemalige Grenzstadt bereits 1390 vollständig zerstört...

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Lichtenau

Stadtwüstung Blankenrode

Geschichtsträchtige Stätte   Die wohl prägnanteste Stadtwüstung Mitteleuropas liegt in der Nähe der jetzigen Lichtenaue...

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Blankenroder Hütte (Rettungspunkt 24)

Frei zugängliche Schutzhütte am Eggeweg. Die Blankenroder Hütte ist ein registrierter Rettungspunkt am Eggeweg. Geben S...

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Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Der Eggeweg ist mit einem weißen liegenden Kreuz (Andreas kreuz, X1) in beide Richtungen durch den Eggegebirgsverein markiert. Der Eggeweg ist ein Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E1. Zum Eggeweg gelangen Sie auch mit dem Zugangsweg aus dem Ortskern Willebadessen bzw. vom Bahnhof aus.

Unterwegs können Sie zwischendurch über den Zugangsweg Borlinghausen auf- oder absteigen.

 

 

Sicherheitshinweise

Auf dem Eggeweg wurden insgesamt 28 Rettungspunkte angelegt. Sie dienen dazu, den Standort bei Gefahr möglichst genau anzugeben, damit die Rettungswache den Unfallort zeitnah und zuverlässig findet.

Folgende Rettungspunkte sind auf dieser Etappe bei der Notrufzentrale gemeldet:

Alte Eisenbahn- Hütte, Krollhütte, Borlinghauser Hütte, Bördeweg Nadel, Roters Eiche Hütte, Mittelwald Hütte, Blankenroder Hütte

Anfahrt

A44, Abfahrt 64-Diemelstadt Richtung Willebadessen.

Parken

Parkplätze am Sendeturm (mit Zugangsweg: Ort/Bahnhof. Der Zugangsweg trifft dann etwas weiter südlich auf den Eggeweg)

Öffentliche Verkehrsmittel

 

Detaillierte Informationen zu Ihrer Anreise mit Bus und Bahn finden Sie hier.

 

 

Die Schlaue Nummer für Bus und Bahn in NRW:

0180 6  50 40 30 (20 Cent/Anruf a.d.dt. Festnetz, Mobilfunk max. 60 Cent/Anruf).

Elektronische Fahrplanauskunft: 0800 3 50 40 30 (kostenlos)

Weitere Informationen

Wegbelag

  • Unbekannt (92%)
  • Schotter (1%)
  • Wanderweg (3%)
  • Pfad (4%)

Wetter

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