Weg der Blicke

  • mittel
  • 136,89 km
  • 1 Tag 15 Std. 19 Min.
  • 2933 m
  • 384 m
  • 52 m
  • 80 / 100
  • 60 / 100

Beste Jahreszeit

Der lippische Horizont ist weit, wenn man die Höhen des Berglandes, das sich zwischen Teutoburger Wald und Weserbergland durch das kleine ehemalige Fürstentum schlängelt, erklimmt. In den Tälern liegen jahrhundertealte bruchsteingemauerte Gehöfte. Kristallklare Bäche bahnen sich ihren Weg durch Felder, Wiesen, Buchenwälder und kleine Schluchten, vorbei an grasenden Kühen.
 
Grafen, Fürsten, Mönche und Müller schätzten die Aussicht und den frischen Wind auf den bis zu 400 Meter hohen Bergen. Hiervon zeugen die Burg Sternberg, die Wallanlagen Alt-Sternberg und die wieder aufgebaute Windmühle in Bavenhausen. Hier ist man sich der Vergangenheit bewusst und pflegt sie liebevoll.
 
Mit großartigem Blick über die Weserauen erhebt sich das stolze Schloss Varenholz. Einst von dem lippischen Fürsten geschätzt wegen seiner atemberaubenden Sonnenaufgänge über der Weser, beheimatet es heute eine Schule mit Internat. Auf dem weiteren Weg, der entlang der Landesgrenze verläuft, erinnern 350 Jahre alte Grenzsteine an den vergangenen Glanz des Fürstentums.
 
Von Goldbeck aus sehen Sie bei klarem Wetter bis ins Hannoversche und bis zum Wiehengebirge, von wo aus die Porta Westfalica grüßt. Weitere Blicke schweifen zum Köterberg, Winterberg und der Gaffel sowie den Barntruper Hausbergen, bevor sich das Begatal öffnet und mit Aussichten vom Blomenstein auf die herrschaftlichen Schlösser Barntrup und Wendlinghausen begeistert. Schwelentrup, das Dorf der Tiere, rundet die Wanderung ab und der Weg führt wieder hinauf zu den Sternberger Bergen. 
 
Entlang des Wegs der Blicke informieren 18 Wandertafeln über Wandermöglichkeiten. Neben dem Weg der Blicke werden ausgesuchte Wanderwege gezeigt. Die Erlebnistipps weisen auf besondere Sehenswürdigkeiten hin.
 
Der Weg der Blicke definiert sich über seine zahlreichen schönen Aussichten im nordlippischen Bergland. An einigen ausgewählten Standorten befinden sich Panoramatafeln, die die Landschaft und den Ausblick beschreiben. 

Etappe 1, Länge 15 km
Parkplatz Linderhofe bis Bavenhausen
Von Linderhofe geht es über den Steinberg. Am Krubberg und am Kleeberg, eröffnen sich dem Wanderer weite Blicke ins südwestliche Kalletal, in Richtung Lemgo sowie nach Hillentrup in der benachbarten Gemeinde Dörentrup. Auf dem Kleeberg befindet sich der Flugplatz des Modellflugclubs Lemgo e. V. von 1967, der hier beste Bedingungen vorfindet. An der idyllische gelegenen Reitanlage Niedermeien finden Wanderer mit Sitzgruppe und Landschaftsliege einen schönen Platz für eine Pause. Kurz vor dem Etappenziel in Bavenhausen streift die Route mit dem Teimer das älteste Naturschutzgebiet in Lippe. Vorbei an Schutzhütte und Sportplatz grüßt von weitem bereits die Windmühle Bavenhausen vom Windberg. Oben angekommen, bieten eine Sitzgruppe Panoramablick die Gelegenheit für eine abschließende Rast. 
 
Start: Wanderparkplatz Linderhofe (Einmündung Sternberger Straße / Lüdenhausener Straße, Extertal)
 
Etappe 2, Länge 16 km
Bavenhausen bis Hankenegge
Am Startpunkt, dem Dorfplatz von Bavenhausen, gibt es bereits mit dem Backhaus, welches nach historischem Vorbild und mit traditionellen Materialien und Techniken gebaut wurde, einem Insektenhotel, Infotafeln und Sitzgelegenheiten einiges zu entdecken. Die Tour führt zunächst nach Osterhagen, dem kleinsten Ort in Kalletal. Hier kann der GPS-Pfad Wichtelsteig erkundet werden. Einige Meter weiter findet sich der Wichtel – hier hat man nicht nur eine wunderschöne Aussicht auf das Bergdorf Talle, sondern es besteht die einmalige Gelegenheit, von einem Standpunkt aus sowohl das Hermannsdenkmal als auch die Porta Westfalica mit dem Kaiser Wilhelm Denkmal zu sehen. Vorbei am idyllischen Bergdorf Talle führt die Route entlang des Bikbergs und Bonstapel durch den Wald. Weiter über den Lichtensberg gelangt man nach Bentorf, wo die einzige noch betriebsfähige Windmühle in Lippe steht. Etappenziel ist der nah gelegene Gutshof Hankenegge.
 
Start: Infotafel am Dorfplatz Bavenhausen (Bavenhauser Straße / Einmündung Holländer Weg)
 
Etappe 3, Länge 11 km
Hankenegge bis Varenholz
Entlang des Bachlaufes geht es vorbei am Grillplatz Wiebesiek nach Kalldorf. Dort findet sich am Mühlenteich mit dem ehemaligen Engelsmeierschen Hof nicht nur ein stattlicher Massivbau aus Bruchstein aus dem Jahr 1889, sondern auch ein historisches Backhaus, ein Toilettenhäuschen für Wanderer und verschiedenste Sitzgelegenheiten auf dem Gelände, die zum Verweilen einladen. Vorbei am Zieglerdenkmal geht es durchs Kalldorfer Holz zum Weserdorf Erder. Mit einem flachen Streckenverlauf parallel zur Weser weiter führt die Route in Richtung des NSG Herrengraben. Unterwegs weisen Infostelen auf geschichtliche und landschaftliche Besonderheiten hin. Am Herrengraben in der vorderen Weseraue gibt die historische Vierbogenbrücke von 1753 Hinweise auf den ursprünglichen Verlauf der Weser. Das Etappenziel ist die Schlossanlage und Varenholz, welche mit ihrem malerischen Innenhof zu den schönsten Bauwerken der Weserrenaissance zählt. 
 
Start: Gutshof Hankenegge (Einmündung Vlothoer Straße / Hankenegge, Kalletal)
 
Etappe 4, Länge 12,7 km
Varenholz bis Silixen
Unterhalb der kleinen Schlosskirche startet die Etappe hinauf zum Kirchberg. Oberhalb der Peilesiedlung am Rande des Forstes Langenholzhausen eröffnet sich ein Panoramablick in nördliche Richtung ins Wesertal und den Stemmer See. Bevor die Strecke in Elfenborn weiter in südliche Richtung durch den Wald führt, grüßt an der Grenze zu Niedersachsen an der B238 das Lippische Alleentor mit Rast‐ und Infopunkt. Vorbei am Zweiländereck wartet an der „Langen Wand“ mit dem Familienplatz ein weiterer Aussichtspunkt mit Rastmöglichkeit. Im Heidelbecker Holz verlässt der Weg der Blicke am Potsdamer Platz die Gemeinde Kalletal und führt durch herrliche Waldgebiete nach Silixen.
 
Start: Infotafel Varenholz (Beutebrink 6, Kalletal)
 
Etappe 5, Länge 8,2 km
Silixen bis Rickbruch
Entlang von Feldern und Wiesen bietet diese Etappe fantastische Panoramablicke auf das Weserbergland mit Porta Westfalica und Schaumburg. Am Gut Rickbruch überqueren Sie das Flüsschen Exter an einer ihrer schönsten Stellen.
 
Start: Infotafel Bauernstelle Silixen (Einmündung Heidelbecker Straße / Im Graben, Extertal)
 
Etappe 6, Länge 28,4 km
Rickbruch bis Sonneborn
Auf dieser Strecke überqueren Sie mehrfach die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Sie haben einen grandiosen Rundblick vom Aussichtsturm auf der Hohen Asch. Durch verschiedene Naturschutzgebiete geht es weiter nach Sonneborn.
 
Start: Infotafel Wanderparkplatz am Gut Rickbruch
 
Etappe 7, Länge 19,1 km
Sonneborn bis Sommersell
Diese Route führt Sie durch Feld und Wald nach Sommersell. Im malerischen Dorfzentrum säumen Natursteinmauern restaurierte Höfe und Häuser. Der Blick reicht von hier aus bis zum Windmühlenstumpf auf dem Saalberg.
 
Start: Infotafel Sonneborn an der Kirche (Hauptstraße 68, Barntrup-Sonneborn)
 
Etappe 8, Länge 13,6 km
Sommersell bis Dörentrup
Über herrliche Waldpfade sowie Feld und Flur leitet Sie diese Etappe vorbei am Energiedorf Wendlinghausen mit einem Infopunkt an der Biogas- und Photovoltaikanlage. Der Blick reicht bis zu der über dem Begatal thronenden Burg Sternberg.
 
Start: Schutz- und Grillhütte Sommersell (Im Lied, Barntrup-Sommersell)
 
Etappe 9, Länge 12,8 km
Dörentrup bis Parkplatz Linderhofe
Auf seiner letzten Etappe führt Sie der Weg der Blicke auf idyllischen Waldwegen durch Hohlwege und naturnahe Laubwälder. Etliche liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser entlang des Weges erinnern an vergangene Zeiten.
 
Start: Infotafel Dörentrup (Einmündung Lemgoer Straße / Zum Netling, Dörentrup)

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Allgemeine Informationen

Zahlungsmöglichkeiten
  • kostenfrei / jederzeit zugänglich
Weitere Infos

www.wanderregion-nordlippe.de

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