Erlebnisstation 10: Naturwald - Kulturwald

Infopunkt

Die Diemelhänge wären von Natur aus weitgehend von Buchenwald bedeckt. Mit Zunahme der Bevölkerung ist die Nutzung des Waldes aber schon im Mittelalter aus den günstigsten Lagen heraus auf randliche, weniger ertragreiche Standorte ausgeweitet worden. Schon damals hatte der Mensch den Wald mit seinen Weidetieren in karge Hutungen umgewandelt und noch bis Mitte des letzten Jahrhunderts präsentierten sich die Diemelhänge zwischen Warburg und Ossendorf fast baumfrei.
Mit Aufgabe der Schaf- und Ziegenhaltung sind die Hänge aufgeforstet worden. Kiefern, Fichten und Grauerlen waren die ersten gepflanzten Arten. Da den Fichten und Grauerlen aber die sommerliche Trockenheit und Hitze stark zu schaffen macht, werden die Bestände zunehmend in Edellaubholzbestände überführt. Heute dominieren entlang des Wanderweges Bergahorn, Vogelkirsche oder Eiche. Die Baumart aber, die hier natürlicherweise überwiegen würde, fehlt dagegen weitgehend. Es handelt sich um die Rotbuche. Der Kulturwald unterscheidet sich somit, auch wenn er naturnah bewirtschaftet wird, deutlich vom Naturwald.

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